Mit Knockouts zurück zum Erfolg

Werder Bremen erreicht durch ein 2:1 gegen Hoffenheim das Halbfinale des DFB-Pokals

  • Andreas Frank (SID), Bremen
  • Lesedauer: 2 Min.

Mit viel Arbeit, aber immer noch wenig Glanz, kämpft sich Werder Bremen mühsam aus der sportlichen Krise und gewinnt wieder einmal über den Umweg DFB-Pokal die Fans ein Stückchen zurück. »Es wird von Spiel zu Spiel ein bisschen besser, man kann sich das wieder anschauen«, lobte Klubchef Klaus Allofs nach dem 2:1 (1:0)-Sieg des Cup-Verteidigers gegen 1899 Hoffenheim.

Zum 19. Mal stehen die Hanseaten im Halbfinale des DFB-Pokals, zudem blieb Werder auch im 34. Heimspiel dieses Wettbewerbs in 22 Jahren ungeschlagen. Beeindruckende statistische Werte, die aber noch nicht so recht zur wechselhaften Leistung der Bremer passen wollten. Mannschaftskapitän Torsten Frings sah aber einen leichten Aufwärtstrend: »Wir haben uns besser bewegt, jeder nimmt mittlerweile wieder am Defensivspiel teil.«

Dennoch brachten die stark ersatzgeschwächten Gäste den Bundesliga-Sechsten weit öfter in Gefahr, als ihm lieb sein konnte. »Mit der Mannschaft, die wir zur Verfügung hatten, konnten wir nicht viel besser spielen. Phasenweise haben wir Bremen auch spielerisch kontrolliert und waren drauf und dran, das Spiel zu drehen«, meinte Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick, der von seiner Mannschaft nicht enttäuscht war.

Letztlich waren es Einzelaktionen wie der Freistoß von Naldo in der 27. und der Alleingang von Hugo Almeida in der 76. Minute, die vor 25 753 Zuschauern im verschneiten Weserstadion den Ausschlag gaben. Drei Minuten lang durften die Hoffenheimer mit dem Erreichen der Verlängerung liebäugeln, nachdem Prince Tagoe in der 73. Minute per Kopfball für den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich gesorgt hatte.

Nun aber gilt es für die Hanseaten, auch in der Liga wieder die Kurve zu kriegen. Dazu entwickelte Nationalspieler Per Mertesacker einen interessanten Denkansatz: »Schon im letzten Jahr hat uns der Pokal Erfolgserlebnisse beschert. Anscheinend liegen uns K.o.-Spiele, vielleicht sollten wir auch die Bundesliga als K.o.-Runde betrachten.« Der Innenverteidiger ist besonders heiß auf die Endspielteilnahme in Berlin, weil er im vergangenen Jahr das Finale verletzungsbedingt verpasste.

Während die Norddeutschen nun weiterhin in drei Wettbewerben stehen, ist bei den Kraichgauern volle Konzentration auf die Liga angesagt. Denn die erstmalige Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb hat man bei der TSG noch längst nicht abgeschrieben. Rangnick: »Wir müssen eigentlich nur auf diesem Klassespiel aufbauen.«

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