EEB Noch kein Flugverbot übers AKW
München (ddp). Deutsche Atomkraftwer ke sind nach Ansicht von Umweltschützern nicht ausreichend gegen Flugzeugabstürze gesichert. Der Deutsche Natur schutzring (DNR) und sein Mitgliedsver band «David gegen Goliath» fordern die Bundesregierung daher auf, ein absolutes Flugverbot über den 19 deutschen Kernkraftwerken zu verhängen. Im Radius von 1,5 Kilometern müssten «absolute Tabuzonen» eingerichtet werden, so DNR-Generalsekretär Helmut Röscheisen am Freitag. Insbesondere in München bestehe ein erhebliches Risiko, da das Kraftwerk in Ohu nur 30 Kilometer vom Flughafen entfernt liege. «Es ist ein Skandal, dass nach wie vor Flugzeuge über deutschen Atomkraftwerken Warteschleifen ziehen dürfen, wobei lediglich eine Mindesthöhe von 1500 Metern eingehalten werden muss», sagte der Vorsitzende von «David gegen Goliath», Bernhard Fricke. Röscheisen kritisierte zugleich, dass Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) das Überflugverbot bisher abgelehnt habe, weil die Wahrscheinlichkeit eines Absturzes auf ein Atomkraftwerk zu gering sei im Verhältnis zu den Verzögerungen bei einem Überflugverbot. «Die Bundesregierung darf die Verantwortung nicht an die Mathematiker von Wahr scheinlichkeitsrechnungen abgeben», mahnte Fricke.
Wir stehen zum Verkauf. Aber nur an unsere Leser*innen.
Die »nd.Genossenschaft« gehört denen, die sie lesen und schreiben. Sie sichern mit ihrem Beitrag, dass unser Journalismus für alle zugänglich bleibt – ganz ohne Medienkonzern, Milliardär oder Paywall.
Dank Ihrer Unterstützung können wir:
→ unabhängig und kritisch berichten
→ übersehene Themen in den Fokus rücken
→ marginalisierten Stimmen eine Plattform geben
→ Falschinformationen etwas entgegensetzen
→ linke Debatten anstoßen und weiterentwickeln
Mit »Freiwillig zahlen« oder einem Genossenschaftsanteil machen Sie den Unterschied. Sie helfen, diese Zeitung am Leben zu halten. Damit nd.bleibt.