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Proteste gegen Neonazi-Konzert in Nordthüringen angekündigt

Rechtsradikale wollen nach Sondershausen kommen / Bündnis: Freistaat entwickelt sich immer mehr zum Rechtsrock-Land

  • Lesedauer: 1 Min.

Berlin. Das Thüringer Netzwerk von Initiativen gegen Rechtsextremismus hat zu Protesten gegen das für Samstag geplante Neonazi-Konzert »In.Bewegung« in Sondershausen aufgerufen. Das Treffen mit bis zu 1.000 erwarteten Teilnehmern aus der rechten Szene sei in diesem Jahr bereits die fünfte derartige Veranstaltung im Freistaat, erklärte das Netzwerk am Freitag. Das »politische Fest der Nationalen« sollte ursprünglich im benachbarten Berga in Sachsen-Anhalt stattfinden, wurde aber kurzfristig nach Nordthüringen verlegt.

Die Vernetzung der Thüringer Bürgerbündnisse stelle »mit Erschrecken« fest, dass sich der Freistaat immer mehr zum Rechtsrock-Land schlechthin entwickle, hieß es. Die NPD erhoffe sich von der Veranstaltung neben der Mobilisierung ihrer Sympathisanten auch Einnahmen für den laufenden Landeswahlkampf. Auf der NPD-»Thüringentour« ab nächste Woche seien rund 90 Kundgebungen geplant. Der Protest am Samstag in Sondershausen sei deshalb »ein klares Zeichen gegen die NPD und den von ihr erhofften Einzug in den Landtag«, sagte Bündnissprecherin Madeleine Henfling.

Zu den Protestaktionen hat unter anderem Thüringens Sozialministerin Heike Taubert (SPD) ihre Teilnahme angekündigt. Das Bündnis gegen Rechts im Kyffhäuserkreis und Mitglieder demokratischer Parteien wollen unter dem Motto »Wir pfeifen auf Nazis!« auch hörbar Nein zu dem Treffen von Neonazis sagen. epd/nd

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