Kohle blieb im Boden

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Berlin. Anlässlich der Klimaverhandlungen in Paris haben deutsche Klimaaktivisten am Montag in den Tagebauen Jänschwalde und Welzow Süd im Lausitzer Braunkohlerevier die Produktion für mehrere Stunden behindert. Sie forderten den Ausstieg aus der Kohleverstromung und das Ende des Kohletagebaus. Dass die Weltklimakonferenz die nötigen Maßnahmen beschließt, glauben sie nicht und raten daher, den Klimaschutz »selbst in die Hand zu nehmen«. Hanna Eichberger vom Bündnis »Ende Gelände« ist überzeugt: »Was dort verhandelt wird, wird den katastrophalen Klimawandel nicht stoppen.« Der Ausstieg aus der Kohle sei die Voraussetzung für Klimaschutz und globale Klimagerechtigkeit. »Damit müssen wir jetzt und hier beginnen.«

Gegen 5 Uhr morgens hatten drei kleine Gruppen an verschiedenen Standorten Abraumbagger und Förderanlagen besetzt sowie in 50 Meter Höhe Banner mit der Aufschrift »Digger, hier ist Ende Gelände!« und »Hier wird das Klima verhandelt!« befestigt. Nach mehr als sieben Stunden beendete die Polizei die Besetzung und nahm die zwölf Braunkohlegegner in Gewahrsam. Die Beamten waren in Fahrzeugen von Vattenfall zu den Aktionsorten transportiert worden. Diese Form der Kooperation zwischen Sicherheitsbehörden und Energiekonzern hatte bereits im rheinländischen Revier von RWE Fragen aufgeworfen.

Zu Pfingsten wollen die Kohlegegner dem Lausitzer Revier erneut einen Besuch abstatten. Dann mit 100 Mal mehr Unterstützern. inw

Foto: Ende Gelände

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