Teilzeitbeschäftigung und Leiharbeit nehmen zu

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Nach einer Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in Köln ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Vollzeit im Jahr 2015 deutlich gewachsen. Noch stärker hat allerdings die atypische Beschäftigung zugenommen. Der Anteil von Teilzeitstellen, Leiharbeit und Minijobs an der Gesamtbeschäftigung ist erneut gestiegen. Unterm Strich waren rund 39,3 Prozent aller abhängigen Beschäftigungsverhältnisse (ohne Beamte und Selbstständige) solche atypischen Jobs. 2014 lag der Anteil bei 38,9 Prozent.

Nach den WSI-Daten hat 2015 die Zahl der Teilzeit- und Leiharbeiter zugenommen. Danach arbeiteten 2015 etwa 22,4 Prozent aller abhängig Beschäftigten in Teilzeitjobs. Diese Gruppe machte damit den größten Anteil der atypischen Beschäftigung aus. Dagegen hat die Quote der oft besonders schlecht bezahlten und abgesicherten Minijobber im Haupterwerb erstmals deutlich um etwa 162 000 Beschäftigte abgenommen.

Am stärksten verbreitet ist atypische Beschäftigung in den Flächenländern Schleswig-Holstein (43,1 Prozent), Rheinland-Pfalz (42,2) und Niedersachsen (41,7). In Ostdeutschland liegen die Werte meist etwas darunter. Am niedrigsten ist der Anteil atypischer Beschäftigung in Thüringen mit 36 Prozent. epd/nd

Papa bleibt heute wegen des kranken Kindes zu Hause

Eine Auswertung der Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK) ergab: Immer öfter bleiben deutsche Väter der Arbeit fern, um sich um ihr krankes Kind zu kümmern. Laut aktuellen Zahlen der SBK sind es zwar noch immer meist die Mütter, die in einem solchen Fall zu Hause bleiben - aber in über 25 Prozent der Fälle übernehmen die Papas die Versorgung des kranken Kindes, mit Tendenz nach oben.

Über ein Viertel der im Jahr 2015 registrierten Arbeitsunfähigkeitstage wegen krankheitsbedingter Kinderbetreuung von SBK-Versicherten gehen auf das Konto der Väter. 2013 waren es bereits knapp unter 6400 Fehltage von Vätern wegen eines erkrankten Kindes. 2015 stieg die Quote bereits auf weit über 7900 Tage.

Auch wenn die Väter aufholen - hauptsächlich kümmern sich immer noch die Mütter um die Versorgung im Notfall. Sie kamen 2015 auf über 23 200 Fehltage. Durchschnittlich sind es pro Krankheitsfall zwei Tage am Stück, die die Eltern - egal ob Mama oder Papa - zu Hause bleiben. SBK/nd

Neues DIQP-Qualitätssiegel für Handwerker

Das neue Qualitätssiegel des Deutschen Instituts für Qualitätsstandards und -prüfung (DIQP) für das Handwerk ab Juni 2016 prüft Handwerksunternehmen und bietet Verbrauchern eine Sicherheit, die es bisher bei der Handwerkersuche im Internet nicht gab. Die DIQP-Auszeichnung zertifizierter Qualitätshandwerker steht für geprüfte Identität, Bonität und geprüfte Verträge.

Die Qualitätsansprüche der Auftraggeber an Handwerksbetriebe sind gewachsen. Die Reform der Handwerksordnung im Jahr 2004 hat die Möglichkeit zu handwerklich selbstständigen Tätigkeiten auch ohne Meisterprüfung eröffnet. Die Mitgliedschaft in einer Handwerkskammer oder Innung reicht aber den meisten Kunden als Befähigungsnachweis nicht aus.

Da viele Unternehmen die gleichen Materialien verwenden und zur Einhaltung der gleichen rechtlichen Rahmenbedingungen (Normen, Gesetze, Stand der Technik, Tariflohn, Mindestlohn) verpflichtet sind, ist es schwer, sich von seinen Wettbewerbern am Markt abzuheben.

Auch vielen privaten Auftraggebern fällt es schwer, die Qualitätsunterschiede festzustellen. Oftmals entscheiden sich Auftraggeber bei vermeintlichen gleichen Angeboten für den besten Preis. Hilfreich kann daher das neue Qualitätssiegel sein. Jede Prüfung des DIQP findet durch einen unabhängigen Sachverständigen statt - mit Betriebsbesichtigung und Gesprächen mit der Geschäftsführung des Unternehmens. Gegenstand der Prüfung ist darüber hinaus eine Vertragsprüfung durch einen Rechtsanwalt, der die Werkverträge und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen auf Zulässigkeit prüft. DIQP/nd

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