Kolumbien: Vorwürfe gegen Guerillagruppe

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Quito. Die kolumbianische Regierung hat die Guerillagruppe ELN für das Verschwinden der spanischen Journalistin Salud Hernández verantwortlich gemacht. Verteidigungsminister Luis Carlos Villegas erklärte nach Berichten kolumbianischer Medien am Donnerstag (Ortszeit), dass sich Hernández und zwei weitere Journalisten in der Gewalt der ELN befänden. »Die Verantwortung für die Integrität und die Freiheit der Journalisten liegt ausschließlich in den Händen der ELN«, sagte Villegas. Hernández hatte in der Konfliktregion Catumbo nahe der Grenze zu Venezuela recherchiert. Seit Samstag voriger Woche wurde die Korrespondentin, die auch für die größte kolumbianische Tageszeitung »El Tiempo« schreibt, nicht mehr gesehen. Kurz darauf verschwanden zwei Reporter des Senders RCN, die über eine mögliche Verschleppung der Journalistin berichtet hatten. Regierungsvertreter Frank Pearl sprach von einer Entführung der Journalisten. Pearl ist für die Friedensverhandlungen mit der ELN zuständig. Die Friedensgespräche würden erst weitergeführt, wenn die drei Journalisten und andere Entführte freigelassen werden, erklärte Verteidigungsminister Villegas. epd/nd

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