Nachrichten - kurz und knackig

+++ Früherer iranischer Präsident Rafsandschani gestorben +++ Mann aus Ghana in Supermarkt in Ludwigshafen angegriffen +++ Kämpfe um Wasserquellen bei Damaskus flammen wieder auf +++ Proteste am Tagebau Jänschwalde-Nord +++

Früherer iranischer Präsident Rafsandschani gestorben

Teheran. Der frühere iranische Präsident Akbar Haschemi Rafsandschani ist tot. Laut Meldungen der iranische Nachrichtenagenturen Isna und Fars starb Rafsandschani am Sonntag im Alter von 82 Jahren in einem Teheraner Krankenhaus an den Folgen eines Herzinfarkts. Der pragmatische Konservative hatte seit der Islamischen Revolution von 1979 das Schicksal des Landes mitgeprägt und war von 1989 bis 1997 Staatspräsident des Iran.

Mutmaßlicher Rassist greift Mann aus Ghana in Supermarkt an

Ludwigshafen. Ein mutmaßlicher Rassist hat an einer Supermarktkasse in Ludwigshafen einen Mann aus Ghana angegriffen. Er habe den 36-Jährigen beleidigt und ihn mit Tränengas besprüht, berichtete ein Polizeisprecher. Der Mann kam mit Verletzungen im Gesicht in ein Krankenhaus. Der 27 Jahre alte Angreifer wurde vorläufig festgenommen. Er soll den Ghanaer am Freitagabend von hinten angegriffen haben, als dieser gerade seine Einkäufe bezahlen wollte. Das Tränengas habe der Verdächtige dabei griffbereit am Gürtel getragen. Warum genau er auf den Mann losging, war zunächst unklar.

Kämpfe um Wasserquellen bei Damaskus flammen wieder auf

Damaskus.- Die syrische Armee hat in der Nähe von Damaskus einen Militäreinsatz gestartet, um die von Rebellen kontrollierten Wasserquellen der syrischen Hauptstadt zurückzuerobern. Die Operation habe am Sonntagmorgen begonnen, hieß es aus syrischen Militärkreisen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete von erneuten Gefechten und Luftangriffen in dem Tal Wadi Barada. Die Wasserversorgung der Hauptstadt ist seit kurz vor Weihnachten unterbrochen. Rebellen und Regierung machen sich gegenseitig dafür verantwortlich.

Proteste am Tagebau Jänschwalde-Nord

Grabko. Mehrere Hundert Menschen haben am Sonntag im Süden Brandenburgs mit einem Sternmarsch gegen die drohende Abbaggerung ihrer Dörfer protestiert. Aus drei Richtungen kamen die Teilnehmer zusammen, um gegen die Erweiterung des Grubengebiets Jänschwalde zu protestieren. Die Dörfer Kerkwitz, Grabko und Atterwasch müssten dem neuen Abbaggerungsgebiet weichen, wenn die Pläne tatsächlich umgesetzt würden.

Anschlag auf israelische Soldaten in Jerusalem

Jerusalem. Ein Palästinenser hat am Sonntag bei einem Anschlag mit einem Lastwagen in Jerusalem mindestens vier Israelis getötet und 15 weitere verletzt. Es handele sich bei den Toten um drei junge Frauen und einen Mann, teilten die örtlichen Rettungskräfte mit. Der Fahrer habe im Ostteil der Stadt eine Menschenmenge absichtlich gerammt, als die israelischen Soldaten aus einem Bus gestiegen sind, teilte eine Polizeisprecherin mit. Nach Angaben des Fernsehens wurde der Attentäter erschossen. Der Fahrer sei außer Gefecht gesetzt worden, teilte die Polizei mit.

Mehr als 320.000 Asylsuchende in Deutschland

Berlin. Im vergangenen Jahr sind in Deutschland mehr als 321.000 Schutz suchende Ausländer neu registriert worden. Die Zahlen stammen aus dem Easy-Erfassungssystem der Länder. Dabei sanken die monatlichen Werte im Verlauf des Jahres. Während im Januar noch mehr als 91.600 Zugänge gezählt wurden, pendelte sich die Zahl nach der Schließung der Balkanroute und dem Start des EU-Türkei-Abkommens bei durchschnittlich weniger als 20.000 ein. Im Dezember wurden den Angaben zufolge zuletzt 16.441 Zugänge nach Deutschland gezählt. 2015 waren etwa 890 000 Asylsuchende nach Deutschland gekommen.

Mindestens acht Tote bei IS-Anschlag auf Großmarkt in Bagdad

Bagdad. Bei einem Autobombenanschlag auf einem Großmarkt in Bagdad sind nach Angaben von Sicherheitskräften mindestens acht Menschen getötet worden. Mindestens 13 weitere seien verletzt worden. Der Anschlag habe sich am frühen Sonntagmorgen auf einem Großmarkt für Lebensmittel im Nordosten der irakischen Hauptstadt ereignet, nahe dem überwiegend von Schiiten bewohnten Stadtteil Sadr-City, hieß es aus Sicherheitskreisen. Das IS-Sprachrohr Amak berichtete kurz nach der Tat, dass es sich um einen Selbstmordanschlag handelte, der Schiiten gegolten habe.

Zehntausende protestieren in Mexiko gegen höhere Benzinpreise

Mexiko-Stadt. Nach den gewaltsamen Protesten der vergangenen Woche haben in Mexiko tausende Menschen friedlich gegen die Erhöhung der Benzinpreise demonstriert. In zahlreichen Städten des Landes gingen am Samstag Menschen auf die Straße, darunter auch im Zentrum von Puebla, wo an den Vortagen Geschäfte geplündert worden waren. Im Süden von Tijuana wurden sieben Polizisten verletzt, die eine Anlage des staatlichen Ölkonzerns Pemex bewachten. Sie wurden während einer Demonstration von einem Kleintransporter überrollt. Die mexikanische Regierung hatte die Benzinpreise zum Jahresbeginn um 20 Prozent erhöht, auch Diesel wurde teurer. Präsident Peña Nieto begründete die Preiserhöhung mit den gestiegenen Weltmarktpreisen. Agenturen/nd

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