Mutmaßlicher türkischer Spion vor Gericht

Hamburg. Vor dem Oberlandesgericht Hamburg beginnt am Donnerstag kommender Woche der Prozess gegen einen mutmaßlichen Spion, der in Deutschland Kurden ausspioniert haben soll. Wie das Gericht am Donnerstag mitteilte, sind Verhandlungstermine bis Mitte Oktober angesetzt. Die Bundesanwaltschaft wirft dem angeklagten 32-jährigen Mehmet Fatih S. geheimdienstliche Agententätigkeit vor. Er soll im Auftrag des türkischen Geheimdienstes MIT spioniert und dafür rund 30 000 Euro erhalten haben. Laut Anklage spionierte der bereits seit 2013 für den MIT arbeitende S. von September 2015 bis zu seiner Festnahme im Dezember 2016 in der kurdischen Szene in Deutschland. Insbesondere sollte er demnach einen in Bremen ansässigen kurdischen Politiker ausforschen, der Vorsitzender des Demokratischen Kurdischen Gesellschaftszentrums Deutschland war und seit Juni 2016 zum Vorstand des Kongresses der kurdisch-demokratischen Gesellschaft Kurdistans in Europa gehörte. AFP/nd

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung