Berlin feiert Rosa

Umtriebig war er schon immer, wie hätte er sonst über 150 Filme drehen können? Doch rund um seinen 75. Geburtstag an diesem Sonnabend steigert Regisseur und Schwulenaktivist Rosa von Praunheim seinen Aktionismus noch einmal: Mit »Überleben in Neukölln« ist gerade seine neue Doku über Berliner Überlebenskünstler angelaufen und mit »Wie wird man reich und berühmt?« sein neues Buch im Martin-Schmitz-Verlag erschienen. Ab dem 25. November stellt die Galerie Raab von Praunheims neueste Bilder aus, und am 21. Januar präsentiert das Deutsche Theater die Uraufführung von Rosas autobiografischem Theaterstück »Jeder Idiot hat eine Oma, nur ich nicht«. Ab Frühjahr 2018 schließlich richtet die Akademie der Künste eine dreimonatige Ausstellung über das Schaffen der Künstlerfreunde Elfi Mikesch, Werner Schroeter und Rosa von Praunheim aus, die den Namen »Abfallprodukte der Liebe« tragen wird.

Von Praunheim könnte sich eigentlich freuen: Am 1. Oktober ist das Gesetz zur Ehe für alle wirksam geworden. Ist das auch sein Erfolg? »Nein, überhaupt nicht«, sagt Praunheim in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. »Wir wollten ja etwas anderes. Wir wollten eine andere Gesellschaft. Dass jetzt alles so auf Anpassung läuft und ›Wir machen’s den Heteros nach‹, das war so nicht geplant.« nd Foto: Michael Kappeler/dpa

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