Thüringen erinnert an KZ-Befreiungen

Nordhausen. Mit mehreren Veranstaltungen ist in Thüringen am Mittwoch an die Befreiung der nationalsozialistischen Konzentrationslager vor 73 Jahren erinnert worden. In der Gedenkstätte Mittelbau-Dora bei Nordhausen kamen am Vormittag etwa 300 Menschen zusammen, darunter Vertreter von Landtag, Landesregierung und der jüdischen Landesgemeinde. Hochbetagte Überlebende des Lagers legten ebenso wie im ehemaligen KZ Buchenwald bei Weimar Blumen zur Erinnerung an ihre ermordeten Kameraden nieder. Die ehemaligen Häftlinge waren unter anderem aus den USA und Israel angereist. Am 11. April 1945 hatten US-Truppen die beiden Lager erreicht. In Buchenwald hatten die Häftlinge selbst bereits zuvor die Kontrolle über das Lager übernommen und NS-Täter festgesetzt. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (LINKE) mahnte anlässlich des Gedenkens, bei der Aufarbeitung nationalsozialistischer Verbrechen nicht nachzulassen. Auch Landtagspräsident Christian Carius (CDU) warnte vor einem Schlussstrich oder einer Wende in der Erinnerungskultur. dpa/nd

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung