Ab 1. Juli Zahnvorsorge für Pflegebedürftige und Behinderte besser

Ab 1. Juli 2018 wird die Zahnvorsorge für gesetzlich versicherte Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen verbessert. Statt einmal im Jahr steht ihnen per Gesetz nun zweimal - jeweils im Kalenderhalbjahr - eine Untersuchung von Zähnen, Zahnfleisch und Schleimhäuten zu. Auch Zahnstein wird nun zweimal jährlich entfernt. So die Richtlinie zu Paragraf 22a Sozialgesetzbuch V.

Knapp 30 Prozent der Menschen mit Pflegebedarf sind nicht mehr in der Lage, Zähne oder Zahnersatz selbstständig zu pflegen. Dies kann unter anderem zu Mangelernährung, Infektanfälligkeit oder zur Verschlechterung eines Diabetes führen.

Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderungen oder mit eingeschränkter Alltagskompetenz, die zu einem selbstständigen Praxisbesuch nicht mehr in der Lage sind, können die sogenannte aufsuchende Versorgung in Anspruch nehmen. Das bedeutet, der Zahnarzt kommt nach Hause oder ins Pflegeheim. Stellt sich bei der Untersuchung heraus, dass eine Prothese oder ein chirurgischer Eingriff nötig sind, muss der Patient doch in die Zahnarztpraxis. Dafür kann möglicherweise ein kostenloser Krankentransport beansprucht werden. Dafür stehen auch Transportdienste der Pflegeeinrichtung oder von Wohlfahrtsverbänden zur Verfügung. be.p/nd

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung