Beitragsfreiheit für 10 000 Kita-Kinder

  • Lesedauer: 1 Min.

Magdeburg. Nach den Plänen der Landesregierung sollen ab nächstem Jahr für 10 000 Kita-Kinder in Sachsen-Anhalt keine Beiträge mehr anfallen. Das rechnete Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am Donnerstagabend im Magdeburger Landtag vor. Sie legte einen Gesetzentwurf vor, nachdem Eltern mit mehreren Kindern im Kita-Alter nur noch für das älteste Beiträge zahlen müssen. Weil die Familien so monatlich sparen, profitierten indirekt auch 60 000 Geschwisterkinder, so Grimm-Benne. Die schwarz-rot-grüne Regierung hatte lange um neue Regeln für Kinderbetreuung gerungen. So sollen künftig alle Eltern einen Anspruch auf acht Stunden Betreuung haben. Wer wegen seines Jobs, der Pflege von Angehörigen oder einer Ausbildung einen Zehn-Stunden-Platz braucht, soll unkompliziert aufstocken können. Zudem will die Regierung den Personalschlüssel in den Kitas verbessern. Aus Sicht der Opposition geht das Gesetz nicht weit genug. Der Beitrag entfalle bei den jetzigen Plänen nur für 7,5 Prozent der betreuten Kinder, sagte LINKEN-Abgeordnete Monika Hohmann. Für den Rest müsse weiter gezahlt werden. Die anderen Maßnahmen entlasteten die Erzieherinnen rechnerisch nur um 15 Minuten pro Tag. dpa/nd

Werde Mitglied der nd.Genossenschaft!
Seit dem 1. Januar 2022 wird das »nd« als unabhängige linke Zeitung herausgeben, welche der Belegschaft und den Leser*innen gehört. Sei dabei und unterstütze als Genossenschaftsmitglied Medienvielfalt und sichtbare linke Positionen. Jetzt die Beitrittserklärung ausfüllen.
Mehr Infos auf www.dasnd.de/genossenschaft

Linken, unabhängigen Journalismus stärken!

Mehr und mehr Menschen lesen digital und sehr gern kostenfrei. Wir stehen mit unserem freiwilligen Bezahlmodell dafür ein, dass uns auch diejenigen lesen können, deren Einkommen für ein Abonnement nicht ausreicht. Damit wir weiterhin Journalismus mit dem Anspruch machen können, marginalisierte Stimmen zu Wort kommen zu lassen, Themen zu recherchieren, die in den großen bürgerlichen Medien nicht vor- oder zu kurz kommen, und aktuelle Themen aus linker Perspektive zu beleuchten, brauchen wir eure Unterstützung.

Hilf mit bei einer solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl.

Unterstützen über:
  • PayPal