Gemeinsam über die koranische Grenze

Trump lädt Kim nach Washington ein und kündigt neue Atomverhandlungen an

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Panmunjom. Donald Trump hat als erster US-Präsident nordkoreanischen Boden betreten. Zusammen mit Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un überschritt er am Sonntag in der entmilitarisierten Zone zwischen Süd- und Nordkorea die Grenze zum Norden. Der US-Präsident lud Kim zu einem Besuch nach Washington ein und kündigte eine Wiederaufnahme der Verhandlungen über Nordkoreas Atomprogramm an.

Trump und Kim reichten sich bei ihrem Treffen in Panmunjom zunächst die Hand, anschließend gingen sie zusammen über die Demarkationslinie auf die nordkoreanische Seite der Grenze. Dann begaben sie sich zusammen auf südkoreanisches Staatsgebiet, wo sie Südkoreas Staatschef Moon Jae In trafen.

Trump hatte Kim am Rande des G20-Gipfels im japanischen Osaka via Twitter überraschend ein Treffen angeboten. Er wolle Kim »nur schnell die Hand schütteln und Hallo sagen«, erklärte der US-Präsident, der am Samstagabend in Südkorea eingetroffen war, am Sonntag bei einer Pressekonferenz mit Moon in Seoul.

Die Begegnung in der entmilitarisierten Zone war das dritte Aufeinandertreffen der beiden Politiker. Bei einem ersten Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim im Juni 2018 in Singapur hatte Nordkorea grundsätzlich einer Denuklearisierung zugestimmt. Konkrete Schritte wurden damals aber nicht vereinbart. Ein zweiter Gipfel in Hanoi im Februar scheiterte, da es keinerlei Annäherung gab; seither herrscht in den Atomgesprächen zwischen Washington und Pjöngjang Stillstand.

Die entmilitarisierte Zone trennt Süd- und Nordkorea seit ihrem Bruderkrieg (1950 bis 1953) auf vier Kilometern Breite und etwa 250 Kilometern Länge. Agenturen/nd

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