Youtube löscht Kanal von »Querdenken 711«

Stuttgarter Verschwörungsbewegung habe gegen Richtlinien für Fehlinformationen verstoßen

  • Lesedauer: 2 Min.
Nichtdenker in Stuttgart
Nichtdenker in Stuttgart

Berlin. Die Videoplattform Youtube hat den Kanal der umstrittenen Gruppierung »Querdenken 711« gelöscht. »Querdenken 711« sei in einem ersten Schritt wegen des Hochladens von Inhalten, die gegen die Youtube-Richtlinien für Fehlinformationen verstoßen hätten, abgemahnt worden, teilte ein Unternehmenssprecher mit. Danach sei der Kanal zunächst gesperrt worden, so dass die Kritiker der staatlichen Corona-Maßnahmen keine weiteren Videos in dem Kanal mehr hochladen konnten. »Während dieser Suspendierung versuchten sie, die Vollstreckung zu umgehen, indem sie einen anderen Kanal benutzten, und als Ergebnis wurden beide Kanäle gelöscht.« »Querdenken 711« hatte zuletzt rund 75.000 Abonnenten.

Die »Querdenken«-Initiative hat ihren Ursprung in Stuttgart, 711 steht für die Telefonvorwahl der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Ihre Anhänger gehen seit Monaten gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen auf die Straße. Die »Querdenken«-Bewegung in Stuttgart und anderen Regionen Deutschlands wird inzwischen von verschiedenen Verfassungsschutzämtern beobachtet.

Im Land der Dichter und Querdenker
Die sogenannte »Querdenker«-Bewegung ist ein Fall für den Verfassungsschutz, wird aber im Allgemeinen als Versammlung von Normalbürgern erklärt. Was diese Gleichzeitigkeit über die hiesigen Verhältnisse aussagt - und über die Rolle der Linken darin

Das Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet die Szene als sogenanntes Sammelbeobachtungsobjekt. Neben Impfgegnern und Corona-Leugnern nehmen auch Anhänger von Verschwörungstheorien und Rechtsextreme an den Protesten teil. Bei der Überwachung können auch geheimdienstliche Mittel eingesetzt werden, sowie Bankkonten und Finanzströme zwischen den Akteuren durchleuchtet werden. Agenturen/nd

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