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Am FMP1 ist immer was los

nd-Verlagsleiter Olaf Koppe und Marketing-Mitarbeiter Olaf Präger zu kommenden Veranstaltungen beim »nd«

  • Lesedauer: 5 Min.
Am FMP1 ist immer was los

Der Franz-Mehring-Platz 1 in Berlin-Friedrichshain, Redaktions- und Verlagssitz von »nd« ist seit einigen Jahren eine angesagte Adresse für eine Vielzahl von kulturellen und politischen Veranstaltungen und regelmäßigen Ausstellungen. Im Folgenden wollen wir deshalb auf Höhepunkte im Spätsommer/Herbst hinweisen, die sicherlich Ihr Interesse finden werden.

Die Filmfreunde wird es freuen zu hören, dass der Hofkino-Sommer im Innenhof des FMP1 etwa bis Mitte September fortgesetzt wird. Neben ganz aktuellen Produktionen, insbesondere der unabhängigen Filmszene, wird es am 8. September auch wieder einen Defa-Film geben: eine der besten und erfolgreichsten Komödien der Defa - »Karbid und Sauerampfer« in der Regie von Frank Beyer, mit dem unvergessenen Erwin Geschonneck in der Hauptrolle. Beide wurden zu Lebzeiten vom bekannten Filmkritiker Knut Elstermann interviewt. Und diese Interviews finden sich neben vielen anderen Gesprächen mit Prominenten des DDR-Films in dem beim Verlag be.bra erschienenen Band »Im Gespräch. Knut Elstermann befragt ostdeutsche Filmstars«. An diesem Abend wird vor dem Film Elstermann selbst »befragt« und zwar vom nd-Verlagsleiter Olaf Koppe.

Fortgesetzt wird der nd-Literatursalon von und mit unserer »Literaturpäpstin« Irmtraud Gutschke, die am 1. September, die Autoren Almuth Bruder-Bezzel und Prof. Klaus-Jürgen Bruder zu Gast hat und mit ihnen über deren kürzlich im Verlag Westend erschienenes Buch »Macht. Wie die Meinung der Herrschenden zur herrschenden Meinung wird« diskutieren wird. Dabei wird es unter anderem um Fragen gehen, wie Ideologie wirkt und welche Möglichkeiten Linke haben, oft gegen den Zeitgeist auf Meinungsbildungsprozesse einzuwirken. In ihrem Literatursalon am 6. Oktober spricht Irmtraud Gutschke mit Wolfram Elsner über dessen neues Buch »Die Zeitenwende. China, USA und Europa ›nach Corona‹« und darüber, ob es einen Ausweg aus der Krise des neoliberalen Systems gibt und welche Perspektiven dabei die USA und China haben.

Auch Paul Werner Wagner wird seine nd.Im Club-Gesprächsreihe fortsetzen und am 23. September Prof. Dr. Michael Franz und Dr. Gerald Diesener über das Buch »Aktenzeichen I/176/58 - Strafsache gegen Langer u.a.« von Camilla Warnke und Peter Ruben und damit über ein ganz besonderes Kapitel der DDR-Philosophiegeschichte sprechen - eine Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Universitätsverlag Leipzig.

Dass die Tageszeitung »nd« sehr literaturaffin ist, wissen unsere Leserinnen und Leser. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, planen wir u.a. anlässlich der diesjährigen Frankfurter Buchmesse vom 18. bis 23. Oktober eine Literarische Woche am FMP1 mit mehreren Lesungen und Gesprächen. An Details wird mit Hochdruck gebastelt, deshalb soll hier jetzt noch nicht zu viel verraten werden, aber vormerken sollten Sie sich das schon mal.

Der FMP1 ist inzwischen auch eine gute Adresse für Ausstellungen der verschiedensten Art. Noch bis kommenden Dienstag, den 31. August, können Sie nach Anmeldung auf der Internetseite www.mariaundderparagraph.de die viel beachtete Ausstellung in der FMP1-Kunstkantine »Maria und der Paragraph - Die Ausstellung zum Recht auf Abtreibung« über den Kampf gegen den sogenannten »Abtreibungsparagrafen« §218 StGB besichtigen. Ebenfalls nur noch kurze Zeit und zwar bis zum 4. September ist im Foyer die Ausstellung »Hinter den Spielen« mit Fotos von Sebastian Wells, seit 2019 Mitglied der Agentur Ostkreuz, zu sehen. Wells schaut mit seinen Fotos hinter die Kulissen der Massenspektakel mit Milliardenbudget, zu denen Weltereignisse wie die Olympischen Spiele geworden sind. Jenseits des Scheinwerferlichts hinterfragt er deren Monumentalität, die ja nicht zuletzt einen ungeheuren Energie- und Ressourcenverbrauch bedeutet. Wo etwas nicht stimmt in den Inszenierungen der Sportfunktionäre, wenn der Vorhang gefallen ist, fängt es für ihn an, interessant zu werden.

Und im Vorraum zum Münzenbergsaal stellt zur Zeit Dr. Irmgard Voelz, eine autodidaktische Künstlerin, ihre Malereien über Menschen aus, die sich für den Friedenskampf einsetzen.

Für den Herbst sind weitere interessante Ausstellungen geplant. So werden wir am 24. September im Oberfoyer eine Ausstellung mit Bildern des früheren Psychologen und heutigen nd-Lesers Achim Sauerland aus Bremerhaven eröffnen. Er hat erst sehr spät die Malerei für sich entdeckt und beschäftigt sich vor allem mit Acrylmalerei auf Leinwand oder, wie im konkreten Fall, auf Sperrholz. Für seine bei uns ausgestellten Arbeiten hat er sich von Texten und Fotografien aus dem »nd« inspirieren lassen, die ihn besonders bewegt haben. Besonders fasziniert ist er von nd-Fotos, die er sonst »in keiner anderen Zeitung gesehen« hat - »Betroffenheit« heißt die Ausstellung.

In Vorbereitung ist auch die jährliche Kunstausstellung des Münzenbergforums auf der Grundlage des Kunstwettbewerbs, der in diesem Jahr unter dem Motto »Moderne Kommunikationsmittel verleihen Macht.« stand. In der Ausstellung werden die Preisträger des Wettbewerbs in den Kategorien Fotografie, Film und Collage präsentiert, die Anfang September aus der Vielzahl von Einsendungen ermittelt werden. Die Vernissage findet am 1. Oktober im FMP1-Foyer statt. Ebenfalls vorbereitet wird die in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung konzipierte Ausstellung im Foyer »Im Schatten von Auschwitz«. Die Ausstellung begibt sich auf eine Spurensuche an in Deutschland weniger bekannte Orte faschistischer Verbrechen - nach Polen, Belarus und in die Ukraine - und erzählt die Geschichte der dortigen Lager. Eröffnung ist am 8. November ebenfalls im Foyer mit anschließendem Gespräch zum Thema.

Und schließlich wird es eine Ausstellung zur von Willi Münzenberg vor 100 Jahren gegründeten Internationalen Arbeiterhilfe (IAH) geben, einer der größten weltumspannenden Solidaritätsorganisationen sowie der ebenfalls vor 100 Jahren gegründeten Arbeiter Illustrierte Zeitung (AIZ). »Mittel zum Zweck - 100 Jahre IAH/100 Jahre AIZ« erzählt deren Geschichte und verknüpft sie mit den Akteurinnen und Akteuren der damaligen Zeit. Start ist der November/Dezember 2021.

Sie sehen, es ist viel los am Franz-Mehring-Platz 1. Beste Gelegenheit, ihn wieder mal zu besuchen, ergibt sich nicht zuletzt am 19. September. Denn da ist der FMP1 Zielort unserer nd-Herbstwanderung.

Alle Details zu den genannten Terminen finden Sie auch unter: www.nd-aktuell.de/termine

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