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Die Ausbildungsfalle

Daniel Lücking über problematische Ausbildungsdienstleistung

  • Von Daniel Lücking
  • Lesedauer: 2 Min.
Die Ausbildung der ukrainischen Soldaten an der Panzerhaubitze 2000 soll etwa 40 Tage dauern: Sie müssen lernen, die Panzerhaubitze zu fahren, mit ihr zu schießen und Störungen im Betrieb zu beseitigen.
Die Ausbildung der ukrainischen Soldaten an der Panzerhaubitze 2000 soll etwa 40 Tage dauern: Sie müssen lernen, die Panzerhaubitze zu fahren, mit ihr zu schießen und Störungen im Betrieb zu beseitigen.

Aus­bil­dungs­un­ter­stüt­zung klingt oft weni­ger pro­ble­ma­tisch als die Lie­fe­rung von Waf­fen und Muni­ti­on. Aber immer wie­der holt die Rea­li­tät zum Gegen­schlag aus. So putsch­ten von inter­na­tio­na­len Arme­en aus­ge­bil­de­te mali­sche Sol­da­ten gegen das Sys­tem, das sie eigent­lich schüt­zen soll­ten. Deser­tie­ren­de Sol­da­ten der afgha­ni­schen Armee schlos­sen sich teils den Tali­ban an.

Der Lin­ke-Poli­ti­ker Bodo Rame­low the­ma­ti­sier­te im ARD-Mor­gen­ma­ga­zin rus­si­sche Pan­zer­fah­rer, die durch die Lie­fe­rung deut­scher Kom­man­do­tech­nik und Aus­bil­dungs­un­ter­stüt­zung ertüch­tigt wur­den. Rame­lows Schluss­fol­ge­rung: Man kön­ne Aus­bil­dung und Wis­sens­trans­fer nun auch den Ukrai­nern schwer­lich verweigern.

Eigent­lich aber soll­te es ein Argu­ment sein, Rüs­tungs­lie­fe­run­gen gar nicht oder wenn über­haupt, dann nur inner­halb der Bünd­nis­struk­tu­ren zu erlau­ben. Eine wan­kel­mü­ti­ge Poli­tik küm­mert sich heu­te zu wenig dar­um, womit sie Fol­ge-Regie­run­gen künf­tig belas­tet. Ob und wie das in Bezug auf aus­ge­bil­de­te ukrai­ni­sche Soldat*innen ein­mal zum Pro­blem wird, will heu­te nie­mand diskutieren.

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