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Ein Land auf der Warteliste

Markus Drescher über fehlende Arbeitskräfte

  • Von Markus Drescher
  • Lesedauer: 1 Min.
Die Zuwanderung in den Arbeitsmarkt wurde lange dämonisiert. Mit der Folge, dass nun Arbeitskräfte fehlen.
Die Zuwanderung in den Arbeitsmarkt wurde lange dämonisiert. Mit der Folge, dass nun Arbeitskräfte fehlen.

Handwerk, Gesundheitsbereich, Verwaltung, Bildung, Flughäfen, Gastronomie – überall hier und in vielen weiteren Branchen fehlen Arbeitskräfte. Schlicht und einfach, weil sich die Politik mittlerweile nun schon fast seit Jahrzehnten standhaft geweigert hat, die Warnungen und Mahnungen ernst zu nehmen, dass mit dem demografischen Wandel genau das passieren wird, was nun zu beobachten ist: Ein ganzes Land befindet sich gefühlt auf irgendeiner Warteliste.

Anstatt die Realität anzuerkennen, dass es zugewanderte Menschen braucht, um den Arbeitskräftebedarf decken zu können – und diese Tatsache auch proaktiv gegenüber der Bevölkerung zu vertreten –, blieb man ideologisch einem mehr oder minder stark ausgeprägten »Ausländer raus« verhaftet. Und auch wenn FDP-Fraktionschef Christian Dürr nun fordert, dass, »wer von seiner Hände Arbeit leben kann, muss sofort arbeiten dürfen«, brauchen die Liberalen nicht so zu tun, als hätten sie dieses Spiel nicht selbst mitgespielt. Auf schnelle Abhilfe braucht man sowieso nicht hoffen – dafür ist die Warteliste der hausgemachten Probleme, die einer Lösung harren, zu lang.

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