Ende des Goldrauschs

Vonovia stoppt die Expansionsstrategie

Noch jubelt man "bei Vonovia".
Noch jubelt man "bei Vonovia".

Eine Milliarde Euro Gewinn bei drei Milliarden Euro Umsatz – nicht viele Unternehmen fahren eine derart hohe Rendite ein. Doch der Immobilienkonzern Vonovia verdiente sich auch im ersten Halbjahr 2022 zum Leidwesen Hunderttausender Mieter nach den heftigen Preissteigerungen früherer Jahre eine goldene Nase.

Doch die Zeiten des Goldrauschs am Wohnungsmarkt gehen zu Ende. Der Bilanzskandal um die Adler Group, der sich zu einem zweiten Fall Wirecard auswachsen könnte, dürfte das Fanal sein – selbst die bisher nimmersatte Vonovia schreckt nun vor der Übernahme zurück. Überhaupt ist es nach dem Ende der Nullzinsphase vorbei mit Expansionsstrategien. Vonovia will viele Wohnungen verkaufen, so sich denn Investoren finden. Neubauprojekte werden teurer und ziehen sich wegen Material- und Personalmangels in die Länge. Schuldenabbau wird ein Thema. Natürlich würden sich Vonovia & Co. dies alles am liebsten wie gehabt von den Mietern bezahlen lassen. Doch Luft für großflächige Preissteigerungen gibt es nicht – viele Mieter werden schon erhebliche Probleme mit dem Stemmen der Nebenkosten haben.

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