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Apothekenprotesttag: Jammern auf hohem Niveau

Ulrike Henning über lautstarke Apothekerforderungen

  • Ulrike Henning
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei dem Protesttag der Apotheken war die Beteiligung nach Eigenberichten der Branche groß, bis zu über 90 Prozent in Brandenburg oder Nordrhein-Westfalen. Wenn Apotheken schließen, entscheiden das eher die Inhaber und nicht die Angestellten. Und viele Inhaber sind besorgt. Ende 2022 gab es knapp 13 300 von ihnen mit etwa 18 000 Betriebsstätten. Der Anteil der Apotheken mit ein bis maximal drei möglichen Filialen wächst langsam, aber stetig. Frustrierend für die Inhaber dürfte die Entwicklung ihrer Betriebsergebnisse, (sprich: der Gewinne), sein: Im Durchschnitt sind die am Sinken und erreichten 2022 163 000 Euro im Jahr. 2023 könnten es im Schnitt nochmal 10 000 Euro weniger werden wegen gestiegener Tariflöhne. Unter dem Strich bleibt die Einsicht, dass das eigene Geschäftsfeld an Attraktivität verliert.

Eine abnehmende Apothekendichte indessen sollte nicht per se ein Problem sein: Nicht nur in ländlichen Gegenden schrumpft mitunter die Bevölkerung, auch Städte verlieren. Regionale Gesundheitszentren mit Apotheken könnten eine Lösung sein, pauschal höhere Honorare auf Branchenzuruf wären unangemessen.

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