IWF: Fragmentierte Weltwirtschaft

Felix Sassmannshausen über die IWF-Konjunkturprognose

  • Felix Sassmannshausen
  • Lesedauer: 1 Min.

Der Internationale Währungsfonds warnt in seiner neuen Prognose fast beiläufig vor einer – Achtung Neologismus – »Entsynchronisierung der globalen Währungspolitik«. Während viele Länder in den kapitalistischen Zentren mit weiterhin hohen Inflationsraten zu kämpfen haben, gibt es in den Schwellenländern Anzeichen einer sich verlangsamenden Teuerungsrate. In China zeigen sich gar deflationäre Dynamiken, sodass die Zentralbank dort begonnen hat, ihre Zinsraten zu senken. Die widersprüchliche Gemengelage erfordert gegensätzliche Antworten.

Schon jetzt reagieren die mächtigen Wirtschaftsblöcke wie die USA, die EU-Länder und China auf die ökonomischen Verwerfungen auf dem Weltmarkt mit protektionistischen Wirtschaftsprogrammen und nationalen Maßnahmen wie Subventionen und Strafzöllen. Die vom IWF prognostizierte Entsynchronisierung der Währungspolitik dürfte die Lage verschärfen und damit auch das nationalistische Credo »Rette sich, wer kann« weiter verstärken. Um dem eine solidarische Antwort entgegenzusetzen, wäre eine globale linke Perspektive von äußerster Wichtigkeit. Doch die ist gerade ebenso fragmentiert wie die Weltwirtschaft.

#ndbleibt – Aktiv werden und Aktionspaket bestellen
Egal ob Kneipen, Cafés, Festivals oder andere Versammlungsorte – wir wollen sichtbarer werden und alle erreichen, denen unabhängiger Journalismus mit Haltung wichtig ist. Wir haben ein Aktionspaket mit Stickern, Flyern, Plakaten und Buttons zusammengestellt, mit dem du losziehen kannst um selbst für deine Zeitung aktiv zu werden und sie zu unterstützen.
Zum Aktionspaket

Linken, unabhängigen Journalismus stärken!

Mehr und mehr Menschen lesen digital und sehr gern kostenfrei. Wir stehen mit unserem freiwilligen Bezahlmodell dafür ein, dass uns auch diejenigen lesen können, deren Einkommen für ein Abonnement nicht ausreicht. Damit wir weiterhin Journalismus mit dem Anspruch machen können, marginalisierte Stimmen zu Wort kommen zu lassen, Themen zu recherchieren, die in den großen bürgerlichen Medien nicht vor- oder zu kurz kommen, und aktuelle Themen aus linker Perspektive zu beleuchten, brauchen wir eure Unterstützung.

Hilf mit bei einer solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl.

Unterstützen über:
  • PayPal