Bildungsungerechtigkeit – Passgenaues Fördern

Das Startchancen-Programm für Schulen kann zu einem Aufbruch führen

Wachleute kontrollieren im Eingangsbereich der Otto-Hahn-Schule im Berliner Stadtteil Neukölln Schülerausweise. Solche Bilder aus dem Jahr 2007 sollen der Vergangenheit angehören. Bund und Länder haben ein umfangreiches Programm aufgelegt, um sogenannte Brennpunktschulen zu fördern.
Wachleute kontrollieren im Eingangsbereich der Otto-Hahn-Schule im Berliner Stadtteil Neukölln Schülerausweise. Solche Bilder aus dem Jahr 2007 sollen der Vergangenheit angehören. Bund und Länder haben ein umfangreiches Programm aufgelegt, um sogenannte Brennpunktschulen zu fördern.

Das Startchancen-Programm ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ein großer sogar. Jedes Jahr sollen zwei Milliarden Euro in Schulen fließen, die einen hohen Anteil sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher unterrichten – darauf haben sich Bund und Länder verständigt. Damit werden Strukturen geschaffen, in denen sich Schüler weiterentwickeln können. Der Berliner Rütli-Campus mag dafür als Beispiel dienen, einst ein Ort der Hoffnungslosigkeit, heute eine Schule, die auch ein soziales Zentrum ist.

Auffallend ist die Einigkeit, mit der das Programm verabschiedet worden ist. Es gab keinen Aufschrei, dass nur Leistungsschwache gefördert werden und die Begabten leer ausgehen. Der Vorwurf der Gleichmacherei, wie bei den Debatten um Gesamtschulen, blieb dieses Mal aus. Vielleicht ist das eine Weiterentwicklung. Denn das Programm berücksichtigt auch die Forderung von Bildungsforschern, wonach die Schüler als komplexe Persönlichkeiten betrachtet werden, die passgenau gefördert werden müssen. Und diesem Ansatz folgend profitieren alle Schüler gleichermaßen davon.

#ndbleibt – Aktiv werden und Aktionspaket bestellen
Egal ob Kneipen, Cafés, Festivals oder andere Versammlungsorte – wir wollen sichtbarer werden und alle erreichen, denen unabhängiger Journalismus mit Haltung wichtig ist. Wir haben ein Aktionspaket mit Stickern, Flyern, Plakaten und Buttons zusammengestellt, mit dem du losziehen kannst um selbst für deine Zeitung aktiv zu werden und sie zu unterstützen.
Zum Aktionspaket

Das beste Mittel gegen Fake-News und Rechte Propaganda: Journalismus von links!

In einer Zeit, in der soziale Medien und Konzernmedien die Informationslandschaft dominieren, rechte Hassprediger und Fake-News versuchen Parallelrealitäten zu etablieren, wird unabhängiger und kritischer Journalismus immer wichtiger.

Mit deiner Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Sei Teil der solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.

Vielen Dank!

Unterstützen über:
  • PayPal