Gaddafi-Tod hat Folgen

Strafgerichtshof: Verdacht auf Kriegsverbrechen

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Der Internationale Strafgerichtshof geht im Zusammenhang mit dem Tod des langjährigen libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi dem Verdacht auf ein Kriegsverbrechen nach.

New York (AFP/nd). Es gebe den »ernsten Verdacht«, dass es sich beim Tod Gaddafis um ein Kriegsverbrechen handeln könnte, sagte der Chefankläger des Gerichts, Luis Moreno-Ocampo, nachdem er den Sicherheitsrat in New York über die Ermittlungen informiert hatte. Moreno-Ocampo kündigte an, er werde die Mitgliedsstaaten des Rates um etwaige Informationen zum Tod Gaddafis bitten. Zudem seien Ermittler des Gerichts in Libyen gewesen, um der Übergangsregierung ihre Bedenken zum Tod Gaddafis vorzubringen und die Aufklärung und Verfolgung von Kriegsverbrechen während des monatelangen Konflikts zu besprechen.

Auch eine UN-Kommission soll zu Verbrechen während des Konflikts ermitteln.

Gaddafi war am 23. Oktober unter ungeklärten Umständen von libyschen Rebellen in seiner Heimatstadt Sirte festgenommen und getötet worden.

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