Protest gegen Nazi-Marsch in Plauen

Parteichefs von LINKEN und SPD Sachsens erwartet

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Plauen (dpa/nd). Im sächsischen Plauen formiert sich Widerstand gegen einen Aufmarsch Rechtsextremer an diesem Samstag. Der genehmigte Aufzug steht im Zusammenhang mit der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg. Neben Parteien und Kirchen haben auch Gewerkschaften zum Protest gegen den Missbrauch des Gedenkens aufgerufen. Am Freitag kündigten die Parteichefs von LINKEN und SPD, Rico Gebhardt und Martin Dulig, ihre Teilnahme an Gegendemonstrationen an. Auch die CDU reiht sich ein. Allerdings lehnt sie Blockaden des Neonazi-Aufmarsches ab.

»Wieder einmal wollen Neonazis durch eine Stadt marschieren und ihrer menschenverachtenden Ideologie Gehör verschaffen. Dazu verdrehen sie historische Zusammenhänge und relativieren die grausamen Machenschaften der Nazis im Dritten Reich«, erklärte die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes Südwestsachsen, Sabine Zimmermann. Alle Bürger der Stadt seien deshalb aufgerufen, sich an den unterschiedlichen Protestformen zu beteiligen. Antifaschistische Aktionen haben zur Blockade des Neonazi-Marsches aufgerufen. Die Stadt Plauen will eine Menschenkette bilden. Die Kirchen hoffen auf rege Beteiligung bei einer Mahnwache an der Lutherkirche.

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