Kuba führt CELAC-Gruppe

Castro betont Unabhängigkeit und Souveränität

Kuba führt turnusgemäß die Gemeinschaft der Staaten Lateinamerikas und der Karibik (CELAC).

Santiago (AFP/nd). Kubas Staatschef Raúl Castro übernahm am Montag in Santiago de Chile für ein Jahr die Präsidentschaft der Organisation vom chilenischen Präsidenten Sebastián Piñera. Die Ende 2011 während eines Treffens in der venezolanischen Hauptstadt Caracas gegründete CELAC umfasst 33 amerikanische Mitgliedsstaaten, nur die USA und Kanada gehören ihr nicht an.

Castro bekräftigte in seiner Rede das »Ideal einer verschiedenartigen Region Lateinamerika-Karibik in einem gemeinsamen Raum politischer Unabhängigkeit und Souveränität über unsere enormen Rohstoffvorkommen auf dem Weg zu nachhaltiger Entwicklung, regionaler Integration«. Mit einem Seitenhieb auf die USA sagte Castro, die CELAC sei erst mit dem Beitritt des unter »kolonialer Herrschaft« stehenden Puerto Rico vollständig. Die Inselgruppe ist mit den USA assoziiert.

In einer Botschaft an die Gipfelteilnehmer kritisierte der schwer kranke venezolanische Staatschef Hugo Chávez das US-Embargo gegen Kuba. »Lateinamerika und die Karibikstaaten sagen den USA mit einer Stimme, dass alle Versuche, Kuba zu isolieren, fehlgeschlagen sind.«

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