Keine Sternstunde des Parlaments

Dagmar Freitag / Seit 2009 ist die SPD-Frau Vorsitzende des BundestagsSportausschusses

  • Lesedauer: 1 Min.

nd: Die schwarzgelbe Koalition hat heute morgen die Sondersitzung des Sportausschusses zu einer Fragestunde umfunktioniert. Hat Sie das überrascht?
Freitag: Sehr. Normalerweise wird so etwas durch die Obleute der Fraktionen vorab signalisiert. Doch die Koalition hat derlei zu keinem Zeitpunkt signalisiert.

Was ist so schlimm an einer Fragestunde?
Die Zeitkontingentierung ist bei diesem Thema doch vollkommen unangebracht. Und kleine Fraktionen bekommen nicht einmal mehr die Möglichkeit für ein kurzes Statement, wenn innerhalb von sieben Minuten gefragt und geantwortet werden soll. Es kommen Sachverständige zum Ausschuss, die haben Zehnminuten-Statements vorbereitet, in denen sie hochkomplexe Themen anreißen und danach bleibt üblicherweise Zeit für Fragen, Antworten und Erwiderungen. Stattdessen mussten die nun alles in fünf Minuten herunterrasseln. Wie das heute ablief, war mir nur peinlich.

Es war die letzte Sitzung des Sportaussschusses in dieser Legislaturperiode ...
Ja. Und keine Sternstunde eines funktionierenden Parlaments.

Was passiert nach der Wahl?
Ganz sicher wird uns das Thema noch beschäftigen. Womöglich beantragen wir eine öffentliche Anhörung, die darf dann auch sechs oder sieben Stunden dauern.

Fragen: Jirka Grahl

Abonniere das »nd«
Linkssein ist kompliziert.
Wir behalten den Überblick!

Mit unserem Digital-Aktionsabo kannst Du alle Ausgaben von »nd« digital (nd.App oder nd.Epaper) für wenig Geld zu Hause oder unterwegs lesen.
Jetzt abonnieren!

Das beste Mittel gegen Fake-News und Rechte Propaganda: Journalismus von links!

In einer Zeit, in der soziale Medien und Konzernmedien die Informationslandschaft dominieren, rechte Hassprediger und Fake-News versuchen Parallelrealitäten zu etablieren, wird unabhängiger und kritischer Journalismus immer wichtiger.

Mit deiner Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Sei Teil der solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.

Vielen Dank!

Unterstützen über:
  • PayPal