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Präsident Zuma im Visier der Kritiker

Opposition sorgt für Chaos in Südafrikas Parlament

Johannesburg. Die südafrikanischen Regierungspartei ANC hat nach heftiger Oppositionskritik an Präsident Jacob Zuma vor Anarchie im Land gewarnt. Die linksradikale Partei Kämpfer für Wirtschaftsfreiheit (EFF) wollten die »Demokratie in Südafrika in Geiselhaft« nehmen, hieß es in einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung des Afrikanischen Nationalkongresses. Ziel der EFF seien »Zerstörung und Anarchie« im Parlament.

EFF-Abgeordnete hatten am Donnerstag mit Sprechchören eine Rede Zumas im Parlament gestört. Sie unterbrachen eine Fragerunde zu den umstrittenen Aufwendungen Zumas für den Umbau seines Anwesens. »Zahl’ das Geld zurück!«, riefen die oppositionellen Parlamentarier. Im Sitzungssaal kam es daraufhin zu chaotischen Szenen und Handgreiflichkeiten. Die Sitzung wurde schließlich vertagt.

Zuma hat laut einer staatlichen Untersuchung unrechtmäßig Steuergelder zum Ausbau seines weitläufigen Besitzes in Nkandla in der Provinz KwaZulu-Natal ausgegeben. In den Bau sollen mehr als 200 Millionen Rand (15 Millionen Euro) an öffentlichen Mitteln geflossen sein. Die EFF wurde 2013 von dem ehemaligen Anführer des ANC-Jugendflügels Julius Malema gegründet. dpa/nd

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