Redaktionsübersicht

Erik Zielke

Erik Zielke

Erik Zielke, 1989 in Bergen auf Rügen geboren, hat Buchwissenschaft und Slawistik sowie Osteuropastudien in Mainz und Berlin studiert. Seit 2021 ist er Theaterredakteur beim „nd“. Von 2014 bis 2021 arbeitete er als Lektor im Verlag Theater der Zeit und war darüber hinaus als freier Theaterkritiker tätig.

 

Zeichnung: Johannes Weilandt

Folgen:
Aktuelle Beiträge von Erik Zielke:
Ein Leben für die Kunst und für die Revolution: Asja Lācis
Zur Revolution berufen

Zum 130. Geburtstag von Asja Lācis: Die lettische Theatermacherin war eine der wichtigsten Mittlerinnen zwischen fortschrittlichen Künstlern in Deutschland und der Sowjetunion. Sie hat es ernst gemeint - mit der Kunst und mit der Revolution.

Sind sie besessen? Junge Frauen simulieren in Salem, Massachusetts, Krankheitssymptome.
Bekennt, so wird euch vergeben

Ist Arthur Millers Salem im Theaterstück »Hexenjagd« nicht das Twitter der Vergangenheit? Mit ihrer Inszenierung von »Hexenjagd« am Berliner Ensemble 
hält Regisseurin Mateja Koležnik der Gesellschaft höchst eindrucksvoll den Spiegel vor.

Aus dem Theaterstück »Neunzehnachtzehn« von dem grünen Pinscher Robert Habeck spricht große Sympathie für den sozialdemokratischen Bluthund Gustav Noske.
Eine deutsche Tragödie

Ein aufschlussreiches Zeitdokument über das Weltbild eines aufstrebenden Politikers: Robert Habecks Theaterstück »Neunzehnachtzehn« über den Kieler Matrosenaufstand ist eine Verklärung von Gustav Noske und lässt tief blicken.

Gegen den akademischen Zeitgeist: Jost Hermand (1930–2021)
Geschichtsbewusster Grenzgänger

Der sozialistische Germanist und Kulturwissenschaftler Jost Hermand, ein linker Wahl-US-Amerikaner, hat sich zeitlebens sein tiefes Interesse für diese Welt bewahrt: Am 9. Oktober ist er 91-jährig in Madison gestorben.

Wo sich die Beherrschten zusammentun, bricht bei den Herrschenden bald Panik aus – 
so wie in Brechts und Eislers Parabelstück »Die Rundköpfe und Spitzköpfe«.
Im Zeichen der Sichel

Eine Parabel auf kapitalistische Wirkmechanismen in Zeiten des aufsteigenden Faschismus: Der Regisseur Peter Wittig zeigt mit seinem Berliner Simon-Dach-Projektheater Bertolt Brechts und Hanns Eislers »Die Rundköpfe und die Spitzköpfe«.

Der Theaterregisseur Robert Wilson, 2017
Mehr Licht!

Der US-amerikanische Theaterregisseur Robert Wilson wird 80 Jahre alt. Er ist ein Bewegungschoreograph und Virtuose des Lichts, Brechts ästhetisches Prinzip der »Trennung der Elemente« hat er auf die Spitze getrieben.

Kleine Ampelkunde

»Bei Rot sollst du stehen, bei Grün sollst du gehen!« Wenn es denn mal so einfach wäre. Wo Rot, Gelb und Grün regieren, halten nicht automatisch Vernunft und Ordnung Einzug. Von Sinn und Unsinn der Ampel-Koalition.

Ein politisch umkämpfter Ort in Berlin: der Rosa-Luxemburg-Platz mit der Volksbühne. Seit September ist René Pollesch hier der künstlerische Leiter.
Das Ende des Ego-Dings

Der Autor und Regisseur René Pollesch hat die Intendanz der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin übernommen. Im Interview spricht er über sozialistische Schauspieler, »Hygienedemos« und die Bedeutung von Rosa Luxemburg.

Die Geschichte im Gepäck: Martin Wuttke in »Aufstieg und Fall eines Vorhangs und sein Leben dazwischen«.
Hoppla, sie leben!

Das Haus lebt wieder und damit auch die Kunst und die Menschen, die hier arbeiten: Der neue Intendant René Pollesch eröffnet die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin

In Bamiyan wurden 2001 von den Taliban die größten stehenden Buddha-Statuen der Welt herausgesprengt.
Kunstraub für die Staatskasse

Die Taliban sollen im afghanischen Bamiyan buddhistische Kulturschätze aus einem Museum gestohlen haben, um sie zu Geld zu machen. Der Umgang mit Kulturgütern ist selbstredend nur ein Symptom für den Sieg der Reaktion in Afghanistan.

Viel Show, wenig Inhalt: das TV-Triell zur Bundestagswahl 2021
Von der Tragödie zum TV-Triell

Der Zustand der Demokratie zeigt sich auch in ihrer medialen Inszenierung in Zeiten des sogenannten Wahlkampfs. Fernsehduelle, -trielle, »Elefantenrunden« sorgen für Einschaltquoten, um wirkliche Auseinandersetzung geht es indes nicht.

Alles wie früher

Mit Tabloid und Pappbecher: Die AfD präsentiert »Zwei für Deutschland«. Parlamentarische Politik kann man auch auf Bundesebene so betreiben, als wäre man mittendrin in der frühkindlichen Trotzphase.

Gefühlschaos

Emotionale Extreme zwischen Freude und Trauer: Alle Gefühle geraten in heftiges Wanken, wenn der Sommer endet, also die kalte Jahreszeit beginnt, und zur selben Zeit die Federweißersaison ihren Anfang nimmt.

Bühnenkunst vom Band

Am Deutschen Theater Berlin erlebt »Oedipus« in der Inszenierung von Ulrich Rasche seine Premiere. Ein typischer Theaterabend für Erfolgsregisseur Rasche: laute Deklamationen, unaufhörliche Bewegung, aber wenig zu sagen.

Den Hammer einpacken

Neue Idole, »Empowerment« und Rachelust: Wie wirkmächtig ist Kunst? Welche Aufgaben kommen ihr zu? Und was macht Kunst eigentlich politisch? Über die Missverständnisse von Aufgaben und Möglichkeiten politischer Kunst.

Herrschaft der Maschinen

Digital ist besser? Philipp Löhles Stück »Die Mitwisser«, das am Hans-Otto-Theater in Potsdam Premiere feierte, ist eine Parabel auf die Abgründe der digitalen Welt – aber den entscheidenden Fragen geht es aus dem Weg.

Was bleibt

Nicht wenige Menschen stellen sich die Frage: Was bleibt von der DDR? Die Antworten fallen - naturgemäß - sehr unterschiedlich aus. In meinem Fall, hineingeboren in die Novemberwirren des verheißungsvollen Jahres 1989, lautet sie: wenig, aber doch weit, weit mehr, als d...

Wagnis Oper

Hochkultur mit Popcorn: Die Bayreuther Festspiele wurden in diesem Jahr mit einer Neuinszenierung von Richard Wagners »Der fliegende Holländer« durch den Regisseur Dmitri Tcherniakov eröffnet. Das Spektakel wurde live ins Kino übertragen.

Das Unwahrscheinliche probieren

Der Dramaturg Carl Hegemann hinterfragt nicht nur das Theater der Gegenwart, sondern auch die gesellschaftliche Realität.

Zukunftsmusik

Mit Oksana Lyniv stand zum ersten Mal eine Frau hinter dem Dirigentenpult bei den Bayreuther Festspielen. Das hat die Ukrainerin nicht der archaischen Institution zu verdanken, sondern vor allem sich selbst.