Redaktionsübersicht

Martin Ling

Martin Ling

Redakteur im Auslandsressort und seit 2000 für das »Nord-Süd-Forum« verantwortlich. Über die Idee eines Weltsozialforums berichtete er erstmals im Sommer 2000 – ein halbes Jahr vor der Premiere in Porto Alegre. 

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Aktuelle Beiträge von Martin Ling:
Fartuun Adan (Bild) und Ilwad Elman sind somalische Menschenrechtsverteidigerinnen.
Eine gerechtere Gesellschaft ist möglich

Somalia, Ukraine, Venezuela, Uganda – die diesjährigen Alternativen Nobelpreisträger eint der entschlossene Kampf für neue Gesellschaftsmodelle, die defekte Systeme verändern sollen.

Vor den Vertreter*innen aus 193 Ländern bei der UN-Vollversammlung erklärte Kolumbiens Präsident Gustavo Petro, dass es »keinen totalen Frieden ohne soziale, wirtschaftliche und ökologische Gerechtigkeit« gebe. In Kolumbien will er mit einem multilaleralen Waffenstillstand den »totalen Frieden« erreichen.
Weg zum Frieden

Mit einem multilateralen Waffenstillstand will Kolumbiens Präsident Petro das Land nach Jahrzehnten eines bewaffneten Konflikts befrieden. Sein Ansatz: Lieber die Schmerzen des Friedens als die Agonie des Krieges.

Gebet zur Amtseinführung: William Ruto (Zweiter von links) umgeben von seiner Frau (links), Parlamentspräsident Rigathi Gachagua (Zweiter von rechts) und dessen Frau.
Aufsteiger

Kenias neu gewählter Präsident William Ruto ist vereidigt worden. Die Oberste Richterin des Landes nahm dem 55-Jährigen am Dienstag in der Hauptstadt Nairobi den Eid ab. Hunger und Armut zu bekämpfen, ist dringlich.

Wegen der Schuldenbremse will Deutschland Mittel für die Ärmsten der Armen kürzen. Somalia, Mogadischu, Anfang September: Maryan Madey, hält ihre unterernährte Tochter Deka Ali (1) in einem Lager für Vertriebene am Stadtrand von Mogadischu. Millionen von Menschen in der Region am Horn von Afrika hungern aufgrund der Dürre, und Tausende sind bereits gestorben.
Tödliche Finanzpolitik

Die globalen Krisen wachsen, der deutsche Entwicklungshaushalt soll schrumpfen. Eine Korrektur im parlamentarischen Haushaltsverfahren ist überfällig. Alles andere ist tödlich für viele Kinder im Globalen Süden

Bleibt vorerst ein Wunschtraum: Demonstration für ein bedingungsloses Grundeinkommen auf dem Alexanderplatz im September 2020.
Fehlende Fakten

Dass Berlin gescheitert ist, ein Pilotprojekt zum Bedingungslosen Grundeinkommen anzugehen, ist bedauerlich. Denn es erfordert fundierte Untersuchungen, um fundierte politische Entscheidungen treffen zu können.

Chile braucht zweiten Anlauf

Die Bevölkerung Chiles hat sich mehrheitlich gegen eine neue und damit für die Beibehaltung der Verfassung aus der Pinochet-Diktatur ausgesprochen. Es ist der erste große Dämpfer für den linken Präsidenten Boric.

Attentatsversuch mit Glück überlebt: Argentiniens Vizepräsidentin Cristina Kirchner, die von 2007 bis 2015 auch Präsidentin war.
Geliebt und gehasst

Cristina Kirchner polarisiert Argentinien seit langem, links geliebt, rechts gehasst. Dass diese Polarisierung in ein zum Glück fehlgeschlagenes Attentat mündete, ist ein Tiefpunkt nach dem Ende der Diktatur 1983.

Ran an die Drahtzieher

Kolumbiens Regierung will den Drahtziehern des Drogenhandels ihr Geschäftsmodell vermiesen. Sie werden es sich nicht kampflos nehmen lassen. Doch an der Zerstörung des Geschäftsmodells führt kein Weg zum Frieden vorbei.

Angolas Jungwähler geben Richtung vor

Die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Angola werden wohl die engsten in der Geschichte des Landes. Die seit 47 Jahren regierende MPLA gilt als Favorit, sieht sich aber einer erstarkten Opposition gegenüber.

Odinga gibt sich nicht geschlagen

Es waren die friedlichsten Wahlen seit langem in Kenia. Nun wurde Vizepräsident William Ruto umstritten zum knappen Sieger der Präsidentschaftswahlen ausgerufen. Raila Odinga ficht das Ergebnis am Obersten Gerichtshof an.

Vernachlässigter Konflikt: Das war mal sein Haus, Kameruner in den Trümmern seiner niedergebrannten Unterkunft in Buea im Südwesten Kameruns.
»Die besseren Teufel des Kolonialismus«

Seit Ende 2016 tobt in der ehemaligen deutschen Kolonie Kamerun ein blutiger Konflikt zwischen dem französisch- und englischsprachigen Teil. Der Kameruner Godlove Dzebam sieht Deutschland in der Mitverantwortung.

Spiel mit dem Feuer

Obwohl es bis zu einem offiziellen Endergebnis in Senegal noch Tage dauert, rief Aminata Touré präventiv den Kantersieg der Regierungskoalition aus. Touré hat mit ihrem Vorpreschen die Saat für neue Proteste gelegt.

Papierform reicht nicht

Es ist ein Fortschritt, dass das Recht auf eine saubere Umwelt nun unverbindlich verankert ist. Doch nur, wenn es als Hebel für verbindliche Gesetze in den UN-Staaten genutzt wird, entsteht daraus reale Verbesserung.

Pflaster gegen die Hungerkrise

Bald könnten erste Schiffe mit ukrainischem Getreide auf den Seeweg gebracht werden. Das ist gut für die akute Hungerbekämpfung, strukturell bedarf es der Umsetzung der Vorschläge des Weltagrarrats von 2008.

Putin, der Eskalator

Diplomatisch ist es ein Schuss ins eigene Knie, militärisch ein Zeichen des »Mir kann keiner was«. Für den Fortgang des Ukraine-Kriegs heißt der Beschuss des Hafens von Odessa ein Tag nach dem Abkommen nichts Gutes.

Lohnende Verhandlungen in Kriegszeiten

Das Abkommen zu den ukrainischen Getreidelieferungen ist ein erster Erfolg für António Guterres. Was für die Seeblockade gilt, gilt für den Krieg insgesamt. Der Westen und der Osten sollten dem UN-Generalsekretär folgen.

Linke Reformprojekte in wirtschaftlich turbulenten Zeiten

Seit dem Ukraine-Krieg ist klar: Die globale Inflation ist keine ­Übergangsphase wegen der Lieferkettenprobleme infolge der Pandemie. Das macht Sozialpolitik für progressive Regierungen wie in Chile und Kolumbien noch schwieriger.

Capo der Capos

Rafael Caro Quintero stammt wie viele Drogenbosse von ganz unten. Die USA verlangen die Auslieferung des Drogenbosses, der 1985 die Ermordung eines Agenten der US-Drogenbehörde DEA in Auftrag gab.

Lindner spart an der Hungerbekämpfung

Die Welthungerhilfe feiert dieses Jahr ihren 60. Geburtstag. Bei der Vorstellung des Jahresberichts 2021wurde klar, dass der Welthunger seit Jahren wieder wächst.