Redaktionsübersicht

Martin Ling

Martin Ling

Redakteur im Auslandsressort und seit 2000 für das »Nord-Süd-Forum« verantwortlich. Über die Idee eines Weltsozialforums berichtete er erstmals im Sommer 2000 – ein halbes Jahr vor der Premiere in Porto Alegre. 

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Aktuelle Beiträge von Martin Ling:
Menschenrechte für alle!

Im besten Falle hilft das deutsche Lieferkettengesetz, Kinderarbeit und Hungerlöhne bei ausländischen Zulieferern einzudämmen. Es obliegt der EU-Kommission, globale Standards für faire Produktion zu setzen. Das deutsche Lieferkettengesetz reicht dafür nicht.

Pedro Sanchez, Ministerpräsident von Spanien, spricht im Parlament in Madrid.
Sánchez stellt sich der Rechten

Die Würfel sind gefallen: Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez sucht nach zwei Jahren Passivität die Flucht nach vorne im Katalonien-Konflikt. Trotz der empfohlenen Ablehnung einer Begnadigung der neun Unabhängigkeitskämpfer durch den Obersten Gerichtshof hält er da...

Peru steht vor einer Zeitenwende

Der linke Grundschullehrer Pedro Castillo liegt nach 97 Prozent Auszählung bei den Präsidentschaftswahlen in Peru in Führung. Sein Programm ist nach langjähriger Regierungszeit der Konservativen nahezu revolutionär.

Denkmal für die deutschen Marine-Soldaten und ihren Kampf gegen die Herero und Nama in der namibischen Stadt Swakopmund
»Deutschlands Diktat ist nicht akzeptabel«

Für Israel Kaunatjike steht fest: »Das Versöhnungsabkommen ist zum Scheitern verurteilt. Man muss noch mal von vorn anfangen.« Deutschland habe im neokolonialen Stil versucht, den Herero und Nama vorzuschreiben, was sie zu tun haben.

Ein Polizist feuert Tränengas in Richtung Demonstranten.
Duque gibt das Feuer frei

Kolumbiens Präsident Iván Duque geht mit dem Militär und Paramilitärs gegen Demonstranten vor. Diese Regierung ist gefährlicher als das Coronavirus, lautet nicht umsonst ein Slogan bei den Protesten.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) freut sich über das Abkommen mit Nambia und verkauft es als einen Erfolg. Es ist auch, allerdings nur für Deutschland.
Billig, aber nicht recht

Für die Bundesregierung ist das »Versöhnungsabkommen« mit Namibia ein Erfolg. Für die betroffenen Herero und Nama allerdings nicht. Der Völkermord wird juristisch nicht anerkannt, weswegen keine Reparationen gezahlt werden.

Assimi Goïta, Anführer der Militärjunta und Vizepräsident Malis ist der mächtigste Mann des Landes. Jüngst wurde er vom Regierungschef und Übergangspräsidenten übergangen. Das Militär nahm die beiden deswegen in Gewahrsam.
Malis Militär zeigt seine Muskeln

Übergangsprozess ja, aber nach unserem Gusto. Malis Militär zeigt einmal mehr seine Muskeln, um zu zeigen, gegen uns geht hier gar nichts. Die Kabinettsumbildung in Bamako vom Montag passte den Militärs offensichtlich nicht, obwohl mit ihr den Militärs keine Ressorts in...

Polizei vor streikenden Arbeitern in Mali, die gegen die Verhaftung von Präsident Bah N'Daw und Premierminister Ouane durch das Militär protestieren.
Malis Militär setzt Staatsspitze fest

Acht Monate nach dem Putsch im westafrikanischen Mali ist die Spitze der Übergangsregierung entmachtet worden. Steht in dem Krisenstaat der ein Putsch bevor? Es wäre nicht der erste.

wikipedia.org/CC BY-SA 2.0
Kämpferisch

Sie ist bereit, für ihre Überzeugungen einen hohen Preis zu zahlen: Die Umweltaktivistin Guadalupe Llori saß elf Monate im Gefängnis, weil sie gegen die Erdölförderung aufbegehrte. Nun ist sie die erste indigene Parlamentspräsidentin in Ecuador.

Essen aus der Gemeinschaftsküche: Dieser indische Junge in Delhi muss diesen Tag nicht mit leerem Magen ins Bett.
Zeit für einen Systemwechsel

Bei der Vorstellung des »Kompass 21« zur Wirklichkeit der deutschen Entwicklungspolitik durch Welthungerhilfe und terre des hommes wurde deutlich, dass das globale Ernährungssystem einem Wandel unterzogen werden muss.

Irací Hassler
Basisnah

Erstmals überhaupt wird mit Irací Hassler eine Kommunistin Bürgermeisterin von Santiago de Chile. Dass sie den rechten Amtsinhaber Felipe Alessandri bei den Wahlen am vergangenen Wochenende besiegen konnte, ist eine Sensation.

Die EU hat es selbst in der Hand

Marokko, Türkei, Libyen: Es sind drei der Länder, mit der die EU vorzugsweise bei der Abwehr von Migranten zusammenarbeitet. Um sich von der Erpressbarkeit durch diese Länder zu befreien, müsste sie »nur« eine humanistischere Migrationspolitik betreiben.

Chile schreibt Geschichte

Mit den Wahlen zur Verfassunggebenden Versammlung in Chile ist nun klar: Die Verfassung von 1980, mit der Pinochet das neoliberale System in Chile für alle Zeiten festschreiben wollte, ist bald Geschichte!

Tischmitglieder zählen die Stimmen in einem Raum einer Schule in Santiago.
Zeitenwende in Chile

Bei den Wahlen zur Verfassunggebenden Versammlung in Chile gab es einen klaren Sieg für unabhängige und linke Kandidat*innen. Die Rechte musste eine herbe Schlappe hinnehmen.

Unvereinbare Positionen in Bogotá

Mit dem Rückzug einer Steuerreform und dem Rücktritt von Finanzminister Alberto Carrasquila hat die Protestbewegung zwei ihrer kurzfristigen Ziele erreicht, doch es geht ihr um Grundsätzliches.

Sturm auf Kongressgebäude in Bogotá

Protest in über 500 Städten: In Kolumbien gibt es seit Tagen Widerstand gegen rechte Reformen der Regierung. Das Motto ist »Nein zur niederträchtigen Steuerreform, zum fatalen Umgang mit der Pandemie, und zur miserablen Regierung«.

Freiheit und Faschismus

Isabel Ayuso von der rechten Volkspartei PP hat einen klaren Wahlsieg erzielt und nur knapp die absolute Mehrheit verfehlt - dies wird zur weiteren Spaltung Spaniens beitragen.

Venezuelas viele Millionäre

Eine Erhöhung des Mindestlohnes geht immer und überall in die richtige Richtung. Das trifft auch auf Venezuela zu. Dort wurde am 1. Mai der neue monatliche Mindestlohn verkündet: Er wurde um 288,8 Prozent erhöht beträgt nun sieben Millionen Bolívares statt 1,8 Millionen...

Steinmeiers verhallte Einsichten

Fünf Jahre ist es her, seit Frank-Walter Steinmeier als damaliger Außenminister eine historische Rede zur deutsch-chilenische Sektensiedlung Colonia Dignidad hielt. Passiert ist seitdem viel zu wenig.

Mit Sparpaketen in die Krise

2001 Argentinien gemeinsam mit dem Währungsfonds die Wirtschaft an die Wand. Die tiefe Krise brachte die Bewegung der Fábricas Recuperadas hervor, bei der sich die Arbeiter*innen aufgegebener Betriebe bemächtigten, um sie eigenständig zu betreiben.