Redaktionsübersicht

Martin Ling

Martin Ling

Redakteur im Auslandsressort und seit 2000 für das »Nord-Süd-Forum« verantwortlich. Über die Idee eines Weltsozialforums berichtete er erstmals im Sommer 2000 – ein halbes Jahr vor der Premiere in Porto Alegre. 

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Aktuelle Beiträge von Martin Ling:
General Abdel Fattah al-Burhan verkündet im Fernsehen den vollzogenen Putsch.
Sudans Militär übernimmt total

Mit dem zweiten Putsch innerhalb weniger Wochen ist die Waagschale in der zivil-militärischen Regierung in Sudan in Richtung des Militärs gekippt. Der Weg Richtung Demokratie und Neuwahlen, den sie bis 2023 eröffnen sollte, steht damit mehr denn je in Frage.

Eine Mutter mit unterernährtem Kleinkind findet in einem Krankenhaus der UN in Burkina Faso Hilfe.
»Hunger ist Mord«

Alle vier Jahre legt die Bundesregierung ihren Entwicklungspolitischen Bericht vor. Der scheidende Entwicklungsminister Gerd Müller präsentierte am Mittwoch sein Vermächtnis. Sekundiert von ihn lobenden Nichtregierungsorganisationen.

Gerd Müller (CSU), Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, zeigt bei einer Pressekonferenz den 16. Entwicklungspolitischen Bericht.
Rufer in der politischen Wüste

Der Entwicklungsminister Gerd Müller hat auch bei der Vorstellung des Entwicklungspolitischen Berichtes kein Blatt vor den Mund genommen: »Hunger ist Mord. Dabei haben wir das Wissen und die Technologie, alle Menschen satt zu machen.«

Solidaritätsdemonstration in Caracas mit dem in den USA inhaftierten Geschäftsmann Alex Saab, der Nahrungsmittel nach Venezuela importiert.
Geschäftstüchtig

Mit der Auslieferung Alex Saabs von Kap Verde an die USA wird Venezuelas Präsident Nicolás Maduro schwer getroffen. Das zeigt die direkte Reaktion der Regierung in Caracas: Der Dialog mit der venezolanischen Opposition wurde abgebrochen.

Chiles rechter Präsident Sebastián Piñera verhängt den Ausnahmezustand im Süden Chiles, um den indigenen Mapuche Herr zu werden.
Präsidentendämmerung

Die Präsidentendämmerung von Sebastián Piñera ist in vollem Gange. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Chiles Präsidenten wegen möglicher Korruption. Und die Opposition hat im Parlament beanragt, ein Amtsenthebungsverfahren in Gang zu setzen.

Zapatistisches Wandbild in Mexiko-Stadt: Eine Otomi-Indigene beteiligt sich 2021 an den Protesten zum Gedenken an die Eroberung Mexikos im August 1521.
»Wir wollen das kapitalistische System beerdigen«

Angel Sulub, Juan Apostol Caamal Pech und Nisaguie Abril Flores Cruz sind als Delegierte des Nationalen Indigenen Kongresses (CNI) in Mexiko Teil der »Reise für das Leben« nach Europa. Über ihre Erfahrungen sprachen sie mit Martin Ling.

Eine Mutter bereitet ihren Kindern Milch aus Milchpulver zu. Speisung durch das Kinderhilfswerk Unicef in einem Dorf in der Somali Region in Äthiopien, die unter extremer Dürre leidet.
Kein reales Recht auf Nahrung

Weltweit hungern etwa 811 Millionen Menschen. Dabei fehlt es nicht an Nahrungsmitteln auf dieser Welt, sondern nur am Zugang für die Hungernden. Das Recht auf Nahrung steht bisher nur auf dem Papier. Es liegt am politischen Willen, das zu ändern.

Die Menschenrechtsanwältin Mirtha Vásquez stieg erst 2019 in die Politik ein und wurde nun schon zur Ministerpräsidentin Perus gekürt.
Krisenerprobt

Mit Mirtha Vázquez ziehen neue, moderatere Töne ins peruanische Kabinett ein. Sie leistete den Amtseid »für dieses Land der Frauen und Männer, die jeden Tag darum kämpfen, in Würde und ohne Diskriminierung zu leben«.

Google-Filiale in Dublin: Der US-amerikanische Technologiekonzern wird im Niedrigsteuerland Irland ab 2023 ein wenig mehr Steuern zahlen müssen.
Weit weg von einer »Revolution«

Die Einigung auf einen globalen Mindestbesteuerungssatz von 15 Prozent für große Konzerne ist qualitativ weit von einer globalen »Steuerrevolution« entfernt – aber ein Schritt in Richtung mehr globaler Steuergerechtigkeit wird damit gemacht.

Greta Thunberg ist nicht allein

Kampf gegen Kohle und Atomkraft, Hilfe für die Opfer der islamistischen Boko Haram, mehr Rechte für Indigene und der Schutz der Natur: Der diesjährige Alternative Nobelpreis geht an vier Basisaktivisten, die die Gesellschaft mobilisieren.

Zentrale Politikfelder bleiben ausgespart

UN-Generalsekretär António Guterres hat für den 23. September zu einem Welternährungsgipfel in New York gerufen. Die Dringlichkeit ist bei 811 Millionen Hungernden offensichtlich. Die Agrarexpertin Bassermann hält den Ernährungsgipfel für eine verpasste Chance.

Biden ignoriert die Geschichte

Mit den Abschiebeflügen ignoriert Joe Biden die zentrale Mitverantwortung der USA für die Entwicklung in Haiti. Der Druck aus Washington auf sinkende Zölle haben aus dem Agrarland ein Importeur für Reis aus den USA gemacht. Ein Abschiebestopp ist das Mindeste, was die USA tun müssten.

Haiti bietet viele Fluchtgründe

Seit einigen Jahren wandern Haitianer aus Südamerika in die USA ein, viele von ihnen nach dem verheerenden Erdbeben von 2010. Die aktuelle Krise nach dem Präsidentenmord im Juli und dem Erdbeben im August sind zusätzliche Fluchtursachen.

»Adiós, Muchachos!«

Vor den Wahlen in Nicaragua lässt Präsident Ortega Kritiker und Oppositionelle verhaften. Nun wurde ein Haftbefehl gegen den renommierten Schriftsteller Sergio Ramírez erlassen, einer Ikone der sandinistischen Revolution.

Geschwächt zurück auf die Straße

Am 11. September ruft die zivile Katalanische Nationalversammlung zu einem Marsch vor das Parlament. Der Experte Klaus-Jürgen Nagel rechnet mit weniger Beteiligung als früher, weil die Unabhängigkeitsbewegung uneins ist.

Das Militär übernimmt das Kommando

Im westafrikanischen Guinea hat das Militär die Macht übernommen. Die Lokal- und Regionalregierungen seien durch Militärführer ausgetauscht worden, erklärte die Junta in einer Videobotschaft am Sonntagabend.

»Biden hat viele Erwartungen in Kuba enttäuscht«

Rainer Schultz ist einer der Begründer der Havanna-Initiative, die sich für ein Ende der US-Blockade ausspricht. Der Historiker sagt: Der Demokrat Biden hat viele Erwartungen in Kuba enttäuscht. Obama war für viele ein Hoffnungsträger.

Ohne Anreiz sinkt die Produktion

Die sozial erwünschte Wirkung von Höchstpreisen bei Lebensmitteln hatte die unerwünschte Nebenwirkung, dass die Kleinbauern mangels Anreiz die Produktion einschränkten. Die Aufhebung ist notwendig, untergräbt aber die Egalität.

Morde werden in Kauf genommen

Dass Mexiko mit seiner Klage gegen US-Waffenfirmen von Washington fordert, dem Waffenschmuggel Einhalt zu gebieten, ist recht und billig. Denn es sind die USA, die als größter Markt für illegale Drogen die Gewalt anheizen.

Mexiko wehrt sich gegen Waffenschmuggel

Die Regierung von Mexiko hat vor einem Gericht in Boston mehrere führende US-Waffenhersteller verklagt, deren Produkte die Gewalt im Land anheizen würden.