Redaktionsübersicht

Karlen Vesper

Karlen Vesper

Karlen Vesper, Jahrgang 1959, studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Geschichte. Seit 1982 Redakteurin des “neuen deutschland”, zeichnet sie im Ressort Feuilleton verantwortlich für Geschichte sowie Politisches Buch/Sachbuch. Sie verfasste selbst einige Bücher, u.a. “Das eigene Leben leben. Kinder berühmter Eltern – von Brandt bis Seghers” (mit Gabriele Oertel), “Licht in dunkler Nacht. Zwölf Gespräche mit anderen Deutschen”, “Du musst leben! Kinder des Krieges, Kinder des Holocaust” sowie einen Interviewband mit dem Maler Ronald Paris, “Wahr und wahrhaftig”.

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Aktuelle Beiträge von Karlen Vesper:
Einer der Letzten, die noch authentisch Zeugnis von der Barbarei des Nazi-Regimes ablegen konnten: Wehrmachtsdeserteur und Résistancekämpfer Erhard Stenzel
Einer der Letzten

Je geringer die Zahl der Shoah-Überlebenden und Widerstandskämpfer, desto mehr werden Rechtsextreme auftrumpfen. Was tun? Das Vermächtnis der Aufrechten bewahren, so das von Erhard Stenzel, letzter deutscher Résistancekämpfer, der jetzt im Alter von 96 starb.

Remember, remember the 9th of November

Novemberblues - dies meint nicht Tristesse bei düsterem Novemberwetter. Nein «Novemberblues» ist der Titel des neuen Programms und der neuen CD der Liedermacherin Barbara Thalheim, die sich den ambivalenten 9. November in deutscher Geschichte widmet.

»Glaubt mir, meine Hände zitterten nicht«

Der 9. November ist für den Göttinger Juristen Achim Dörfer ein Tag jüdischer Niederlage, ein deutsches Täterdatum. Für Juden seien vielmehr die Tage des Widerstands erinnerungswürdig, meint der Nachfahre von Shoah-Überlebenden.

Die Dritte Schuld

Was war die DDR? Ein Betriebsunfall, der nur eine Fußnote in der Weltgeschichte bleibt? Dies zu eruieren, trafen sich ost- und westdeutsche Historiker zu einer Konferenz in Berlin.

Weder Heros noch Dämon

Nicht als ein Aufruf zur »Umwertung aller Werte« à la Nietzsche will Christian Blasge sein Buch verstanden wissen. Aber: »In einer postfaktischen Welt müssen wir uns vielmehr als Einzelne und in der Gesellschaft immer wieder neu fragen, wie wir eigentlich leben wollen, welche Werte für uns als zentral gelten und was wi...

Alle für einen - einer für alle

In der Tat: Das aus dem allgemeinen Sprachschatz vor Jahrzehnten mit dem Untergang des realen Sozialismus, der Niederlage aller emanzipatorischen Bewegungen und dem Triumph des Neoliberalismus verschwundene Wort »Solidarität« ist zurückgekehrt. Darf man das sagen: dank der Pandemie? Jedenfalls ist die Feststellung von ...

«Tränen sind heilsam»

Die Liebenden von Auschwitz« überschrieb ich mein Porträt über Maria und Adam König in dieser Zeitung vor nunmehr bald zwei Jahrzehnten. Obwohl die beiden sich nicht in jener Hölle kennen- und lieben lernten, die als Synonym für den millionenfachen Mord an den europäischen Juden gilt. Sondern nach der Befreiung vom Fas...

Zu Besuch in Berlin: Die Enkelin von Karl

Sie hat die lange Reise aus Wien nicht gescheut: Marianne Liebknecht, Enkelin Karl Liebknecht. Denn eine Ausstellung in Berlin ehrt ihre Mutter Hertha Liebknecht, die zur Zeit der Weimarer Republik als Sozialarbeiterin in Pankow aktiv war.

Kleines ABC deutscher Uneinigkeit

Auch noch nach über 30 Jahren deutsche «Wiedervereinigung» scheiden sich die Geister über das Prozedere 1990 und deren Folgen. Unfrieden und Unzufriedenheit vor allem im Osten Deutschland hat mit den eklatanten Fehlentscheidungen der Politik seinerzeit zu tun.

Die Lotsin springt von Bord

Über 30 Jahre hat Karikaturist Klaus Stuttmann Angela Merkel zeichnerisch begleitet. Jetzt entbietet er der ersten deutschen Kanzlerin einen besonderen Abschiedsgruß mit »Mein Merkel-Bilderbuch«. Im Interview gesteht der Künstler, in jüngster Zeit Empathie für die Bundeskanzlerin entwickelt zu haben.

Hoppla, da sind wir wieder. Dank der DKP

Fürchten muss man die Linken, egal welcher Couleur, heute in Deutschland nicht. Aber was wäre, wenn die DKP die Fünf-Prozent-Hürde überspringt? Die Roten könnten unter sich bleiben und bedürften nicht der Grünen.

Das Alles und das Nichts

Eine neue Ausstellung der Berliner Akademie der Künste in Berlin widmet sich der Farbe Weiß, die in westlichen Gesellschaften für Reinheit und »Jungfräulichkeit« steht, in orientalischen hingegen für Trauer und Schmerz.

Ende eines Imperiums oder einer Illusion

Eine alte Frage unter Linken: Was war die Sowjetunion? Und es gibt noch zwei weitere: Warum endete sie? Und was folgte danach? Kann man jetzt in Berlin diskutieren, in die Ausstellung »Postsowjetische Lebenswelten«.

Wie aus dem Mädchen eine Mutti wurde

«Irgendwann ist der Lack ab. Selbst die erfolgreichsten Kanzlerschaften enden in Deutschland irgendwie mit schalem Beigeschmack», konstatiert der Journalist Peter Zudeick in seinem neuen Buch «Verbrandt, verkohlt und ausgemerkelt»

Die verschwundene Ewigkeit

Die Berliner Mauer bleibt unvergleichlich – da sind sich Bürgerrechtler Tom Sello und General Fritz Streletz einig. Sonst aber nicht: Als Bauarbeiter weigerte sich Sello, sich selbst einzumauern. Als Miltär kämpfte Streletz mit politischen Problemen.

Revolution vorbei, Spaghetti kalt

Die kleine Lüge versüßt das Leben, die große Lüge macht die Menschen fertig. Nicht nur in der Politik.»Bei Fake News hört der Spaß auf«, sagt Richard von Gigantikow, der in Radebeul ein Lügenmuseum betreibt.

Zornige Kakteen

Immer wieder findet man im öffentlichen Raum sexistische, frauenverachtende Werbung. Terre de Femmes vergibt alljährlich aus Protest einen »Zornigen Kaktus« an schuldig gewordene Firmen. Wann endlich wird solcherart Ermahnung nicht mehr nötig sein?

Grenzenloser Sprachkünstler

Seit 1923 verliehen, ging der Georg-Büchner-Preis bis dato 69 Mal an einen Mann, nur elf mal an eine Frau. Nicht weil es der weiblichen Gilde an Talent, Fantasie und Kreativität mangelt. Der renommierteste und mit 50 000 Euro höchstdotierte Literaturpreis für deutschspr...

Transparenz ist oberstes Gebot

Endlich ist das Humboldt-Forum vollendet. Wirklich? Nicht ganz – die Hülle steht, doch zwei wichtige Sammlungen werden erst ab Herbst zu sehen sein. Direktor Lars-Christian Koch über Kolonialismus, Restitution, Sammeln und Bewahren.

»Und jetzt heißt ihr wieder so wie früher«

»Unsere wahre Identität sollte vernichtet werden«: Eine Sonderausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin erinnert an die verschleppten Kinder der Hitlerattentäter vom 20. Juli 1944.