Redaktionsübersicht

Karlen Vesper

Karlen Vesper

Karlen Vesper, Jahrgang 1959, studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Geschichte. Seit 1982 Redakteurin des “neuen deutschland”, zeichnet sie im Ressort Feuilleton verantwortlich für Geschichte sowie Politisches Buch/Sachbuch. Sie verfasste selbst einige Bücher, u.a. “Das eigene Leben leben. Kinder berühmter Eltern – von Brandt bis Seghers” (mit Gabriele Oertel), “Licht in dunkler Nacht. Zwölf Gespräche mit anderen Deutschen”, “Du musst leben! Kinder des Krieges, Kinder des Holocaust” sowie einen Interviewband mit dem Maler Ronald Paris, “Wahr und wahrhaftig”.

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Aktuelle Beiträge von Karlen Vesper:
Zwei Konterparts im Kalten Krieg: Nikita S. Chruschtschow und John F. Kennedy
Welcome, willkommen, dobro poschalowat

Am Wochenende wird die deutsche Hauptstadt um eine Attraktion reicher sein. Unter den Linden wird ein Cold War Museum eröffnet. Ein Rundgang vorab.

Nicht von vorvorgestern, sondern frisch. Brötchen nach DDR-Rezept schmecken vielen Ostdeutschen heute noch besser als andere; Werbung in Freiberg.
Die DDR durfte keine Mitgift einbringen

»Die Geschichte der DDR hätte anders enden können, die Vereinigung hätte die Gründung eines neuen Staates ermöglichen können«, so das Fazit zweier französischer Historikerinnen, Agnès Arp und Élisa Goudin-Steinmann.

Die Frage, die hinter diesem Online-Shopangebot steht, ist durchaus berechtigt. Ob der analoge KulturPass die Internetfixierung von Jugendlichen auflockern kann?
Happy Birthday

Die Bundesregierung hat einen KulturPass als Geburtstagsgeschenk für alle jungen Menschen beschlossen, die 2023 volljährig werden. Ob dies ausreicht, um Jugendlichen Kultur näher zu bringen, ist zu bezweifeln.

Heilige Einfalt

Warum muss man seine gerechte Wut über uneinsichtige Umweltsünder heute an den Werken von Künstlern, ob der Renaissance oder des Impressionismus, auslassen? Die derart ausgesandten Signale sind kontraproduktiv.

Streiterin gegen Schweigen

Sie war bereits kurzzeitig inhaftiert, bevor sie 2021 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhielt: Tsitsi Dangarembga. Jetzt wurde sie wegen ihrer Proteste gegen Korruption in ihrer Heimat erneut verurteilt.

Späte Ehrung

Es mussten erst sieben Jahrzehnte vergehen, ehe die Shoah-Überlebende Ruth Winkelmann über ihre schmerzhaften Erinnerungen an die NS-Zeit erzählen konnte. Jetzt wurde sie für ihre Zeitzeugenschaft geehrt.

Royales

Was verband den Partei- und Staatschef Erich Honecker mit dem Staatsoberhaupt des Commonwealth? Nicht viel, außer royales Gehabe. Im Gegensatz zu Elizabeth II. hielten die Untertanen jedoch E. H. nicht die Treue.

Die Kinderärztin Inge Rapoport
Der Humanität verpflichtet

Es ist eine der ganz großen Familiensaga des 20. Jahrhunderts, die Lebensgeschichte des Wissenschaftlerpaars Ingeborg und Samuel Mitja Rapoport. Von den Nazis als Juden verfolgt, fanden sie ihre Heimat in der DDR.

Das inkriminierte Waldbild in Melbourne, das inzwischen vom Künstler selbst eliminiert wurde.
Drama Down Under

Es ist »zum Haare raufen«, wie stark Kunst heute unter politischem Druck steht. Nach dem Streit auf der der Documenta in Kassel gibt es jetzt Aufregung in Australien um ein Wandgemälde von Peter Seaton.

Auf freiem Grunde stehn ...

Goethes »Faust« wird an deutschen Schulen immer seltener gelesen und macht sich auch auf den Bühnen hierzulande rar. Ein Verlust an Bildung und Wissen, aber auch an zivilgesellschaftlicher Ermutigung.

Nina Souchintseva, Sohn Wladislaw und Walter Hedeler vor der Ausreise in die DDR 1955
Von Wege- und Ausweglosigkeit

Wie imperialistisch ist Russland? Und wie sieht Putin die Welt? Ein Gespräch mit dem Historiker Wladislaw Hedeler. Er wurde in Tomsk geboren, weil sein Vater im sowjetischen Exil unter Stalin dort verbannt worden war.

Idyllische Verheißung
Leuchtende Türme

Keine Erinnerung an den Sommerurlaub an deutschen Küsten ohne ein Foto von einem Leuchtturm. Wie aber ist es um Deutschlands Leuchtürme der Wissenschaft bestellt?

Die Bäume von Buchenwald

Es ist wieder geschehen. Und wird immer wieder geschehen, wenn die Demokratie sich nicht wehrhaft erwiesgegen rechtsradikale Anschläge auf Gedenkstätten und Denkmäler für NS-Opfer. Buchenwald ist nur ein Beispiel.

Natürlich kann und will auch Krenz nicht in der Vergangenheit verweilen.
Vom Leben beurlaubt?

Egon Krenz, der letzte SED-Generalsekretär und das letzte Staatsoberhaupt der DDR füllt noch immer Säle. Zur Premiere des ersten Bandes seiner Autobiografie kamen in Berlin die Menschen zu Hunderten geströmt.

Verstummt und vergessen?

Was geschieht, wenn die Überlebenden der Shoah nicht mehr unter uns weilen, nicht mehr authentisch berichten können? Dem muss rechtzeitig vorgebeugt werden, mahnt eine Ausstellung in Berlin.

Ein deutsches Menetekel

Er war der Begründer der Entspannungspolitik: Walther Ratenau, der am 24. Juni 1922 in Berlin ermordet worden ist. Zu hoffen bleibt, dass der Geist von Rapallo zurückkehrt und rechtem Terror der Nährboden entzogen wird.

Auch ein Kapitel deutsch-deutscher Beziehungen: Lindenberg überreicht Honecker eine Gitarre in Wuppertal.
Von Grundlagen und Grundlagenvertrag

Lange ist’s her – und beinah nicht mehr wahr. Heute werden Sozialdemokraten genötigt, sich für ihre Ost- und Russlandpolitik zu entschuldigen, die lange Zeit einen heißen Krieg verhinderte.

Kriegsgefangene, die ein Massengrab zuschütten müssen in Babyn Jar, einer Schlucht bei Kiew, in der am 29. und 30. September 1941, innerhalb von 48 Stunden, über 33 000 jüdische Menschen von deutschen
Der Hölle entkommen

Wir retten uns vom Tod ins Leben: Ein Podiumsgespräch zwischen dem ukrainischen Shoah-Überlebenden Boris Zabarko und dem Historiker Wolfgang Benz in der Topographie des Terrors in Berlin.

Billy, who?

Die Oscar-Aka­de­mie hat einen neu­en Geschäfts­füh­rer: Bill Kra­mer. »Bil­ly, who?« dürf­ten nicht nur Cine­as­ten fra­gen.