Redaktionsübersicht

Karlen Vesper

Karlen Vesper

Karlen Vesper, Jahrgang 1959, studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Geschichte. Seit 1982 Redakteurin des “neuen deutschland”, zeichnet sie im Ressort Feuilleton verantwortlich für Geschichte sowie Politisches Buch/Sachbuch. Sie verfasste selbst einige Bücher, u.a. “Das eigene Leben leben. Kinder berühmter Eltern – von Brandt bis Seghers” (mit Gabriele Oertel), “Licht in dunkler Nacht. Zwölf Gespräche mit anderen Deutschen”, “Du musst leben! Kinder des Krieges, Kinder des Holocaust” sowie einen Interviewband mit dem Maler Ronald Paris, “Wahr und wahrhaftig”.

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Aktuelle Beiträge von Karlen Vesper:
Die unterschätzte Pfarrerstochter avancierte zur mächtigsten Frau der Welt.
Wie aus dem Mädchen eine Mutti wurde

«Irgendwann ist der Lack ab. Selbst die erfolgreichsten Kanzlerschaften enden in Deutschland irgendwie mit schalem Beigeschmack», konstatiert der Journalist Peter Zudeick in seinem neuen Buch «Verbrandt, verkohlt und ausgemerkelt»

Die verschwundene Ewigkeit

Die Berliner Mauer bleibt unvergleichlich – da sind sich Bürgerrechtler Tom Sello und General Fritz Streletz einig. Sonst aber nicht: Als Bauarbeiter weigerte sich Sello, sich selbst einzumauern. Als Miltär kämpfte Streletz mit politischen Problemen.

Revolution vorbei, Spaghetti kalt

Die kleine Lüge versüßt das Leben, die große Lüge macht die Menschen fertig. Nicht nur in der Politik.»Bei Fake News hört der Spaß auf«, sagt Richard von Gigantikow, der in Radebeul ein Lügenmuseum betreibt.

Zornige Kakteen

Immer wieder findet man im öffentlichen Raum sexistische, frauenverachtende Werbung. Terre de Femmes vergibt alljährlich aus Protest einen »Zornigen Kaktus« an schuldig gewordene Firmen. Wann endlich wird solcherart Ermahnung nicht mehr nötig sein?

Grenzenloser Sprachkünstler

Seit 1923 verliehen, ging der Georg-Büchner-Preis bis dato 69 Mal an einen Mann, nur elf mal an eine Frau. Nicht weil es der weiblichen Gilde an Talent, Fantasie und Kreativität mangelt. Der renommierteste und mit 50 000 Euro höchstdotierte Literaturpreis für deutschspr...

Transparenz ist oberstes Gebot

Endlich ist das Humboldt-Forum vollendet. Wirklich? Nicht ganz – die Hülle steht, doch zwei wichtige Sammlungen werden erst ab Herbst zu sehen sein. Direktor Lars-Christian Koch über Kolonialismus, Restitution, Sammeln und Bewahren.

»Und jetzt heißt ihr wieder so wie früher«

»Unsere wahre Identität sollte vernichtet werden«: Eine Sonderausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin erinnert an die verschleppten Kinder der Hitlerattentäter vom 20. Juli 1944.

Beute und Beutegut

Was für eine Leidensgeschichte! Und wer ist schuld daran? Die Wissenschaft ganz gewiss nicht. Die Tragödie begann mit einem schlagzeilenverliebten Blaublüter namens Wilhelm von Boddien, der sich selbst als »Beutepommer« bezeichnet und dessen Vater und Bruder »für Führer...

Plauderei auf hohem Niveau

Dieses Buch wird viele begeisterte Leser, vor allem in Ostdeutschland, aber sicher auch viele Kritiker finden. Der SED-Politiker Egon Krenz und der DDR-Strafverteidiger Friedrich Wolff reflektieren jüngste deutsche Geschichte und sind so kühn, zu bezweifeln, dass es sich bei der Bundesrepublik Deutschland um einen lupenreinen Rechtsstaat handelt.

Ihre klare, mutige Stimme wird fehlen

Sie war Ikone des Antifaschismus und Kämpferin für Frieden und Humanität. Esther Bejarano kehrte ins Land der Täter zurück, um das Feld nicht alten und neuen Nazis zu überlassen. Nun ist sie im Alter von 96 Jahren gestorben.

Ein Lebenselixier

Vor 70 Jahren gründete sich in Wien die Fédération Internationale des Résistants (FIR), die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer. Wer waren die Gründungsväter, Gründungsmütter? Es waren Frauen und Männer aus dem europäischen Partisanenkampf und dem ant...

Romani Rose: Ein Gerechter

Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, gibt aus Protest gegen das neue homophobe Gesetz der ungarischen Regierung einen Verdienstorden zurück - und beweist damit eine konsequente, solidarische Haltung.

In Europa entsteht eine neue Mauer

»Trotz enormer Opfer entschied sich unser Volk bewusst für die historische Aussöhnung«, erklärt der russische Botschafter Sergej Netschajew anlässlich des Jahrestags des Überfalls auf die Sowjetunion. Er versichert, Russland würde gern mitwirken am Aufbau eines »prosperierenden Europa von Lissabon bis Wladiwostok«.

Der Krieg hat ein weibliches Gesicht

Die Kanonen schweigen, aber jede Nacht träume ich Schreckliches, aus meiner Jugend an der Sewerni-Sapadni Front, der Nord-Westlichen Front«, singt Larissa Pagel, geborene Fjodorowna, mit hoher, etwas zittriger Stimme. Es geht ihr sichtlich nahe. Das Lied habe ihr Vater ...

Wenn ihr es wollt ...

Am Vorabend der Schlacht von Borodino vor Moskau 1812 nennt Andrej, ein junger adliger Offizier, gegenüber seinen feinsinnigen Freund Pierre den Krieg das »Allerscheußlichste im Leben«. So zu lesen in Lew Tolstois »Krieg und Frieden«, das den rasch gescheiterten und doc...

Über den Himmel von Berlin

»Hast du etwas Zeit für mich?/ Dann singe ich ein Lied für dich/ Von neunundneunzig Luftballons/ Auf ihrem Weg zum Horizont ...« Das Lied »99 Luftballons« von Nena aus dem Jahre 1983 (Text: Carlo Karges, Musik: Uwe Fahrenkrog-Petersen) war einer der erfolgreichsten Song...

Dimensionen eines unfassbaren Verbrechens

Zunächst eine vielleicht ungewöhnliche Frage: Ihr Haus, in dem 1945 der Chef der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland einzog und in dem sich ab 1967 eine historische Gedenkstätte befand, firmierend als »Museum der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland«, ...

Evelyn who?

Seit vergangenem Freitag ist die sprichwörtliche Katze aus dem Sack: Evelyn Zupke wird Beauftragte des Bundes für SED-Opfer. Dabei habe die »mit Aufarbeitung praktisch nichts zu tun, mit juristischen Fragen, die für diesen Job wichtig sind, schon gar nicht«.

Den Staub des Alltags von der Seele fegen

Kahlschlag nach 1990, generelle kulturelle Ignoranz der Politik und die Pandemie haben Kunst und Kultur in arge Bredouille gebracht. Rechtliche Aufwertung ist geboten.

Zu unser aller Wohl

Kaum wird’s wärmer, brennen die Wälder. Zumeist ob menschliche Fahrlässigkeit oder Brandstiftung. Jeder Hektar Natur, der dem Feuerteufel zum Opfer fällt, ist zu unserem Schaden. »Der Wald ist unser bester Mitkämpfer gegen den Klimawandel«, deklamierte die Bundeslandwir...