Redaktionsübersicht

Karlen Vesper

Karlen Vesper

Karlen Vesper, Jahrgang 1959, studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Geschichte. Seit 1982 Redakteurin des “neuen deutschland”, zeichnet sie im Ressort Feuilleton verantwortlich für Geschichte sowie Politisches Buch/Sachbuch. Sie verfasste selbst einige Bücher, u.a. “Das eigene Leben leben. Kinder berühmter Eltern – von Brandt bis Seghers” (mit Gabriele Oertel), “Licht in dunkler Nacht. Zwölf Gespräche mit anderen Deutschen”, “Du musst leben! Kinder des Krieges, Kinder des Holocaust” sowie einen Interviewband mit dem Maler Ronald Paris, “Wahr und wahrhaftig”.

Folgen:
Aktuelle Beiträge von Karlen Vesper:
Evelyn who?

Seit vergangenem Freitag ist die sprichwörtliche Katze aus dem Sack: Evelyn Zupke wird Beauftragte des Bundes für SED-Opfer. Dabei habe die »mit Aufarbeitung praktisch nichts zu tun, mit juristischen Fragen, die für diesen Job wichtig sind, schon gar nicht«.

Kein ungewöhnliches Bild in Ostdeutschland: Relikt vergangener kultureller Vielfalt
Den Staub des Alltags von der Seele fegen

Kahlschlag nach 1990, generelle kulturelle Ignoranz der Politik und die Pandemie haben Kunst und Kultur in arge Bredouille gebracht. Rechtliche Aufwertung ist geboten.

Der Wald, ein Freund fürs Klima
Zu unser aller Wohl

Kaum wird’s wärmer, brennen die Wälder. Zumeist ob menschliche Fahrlässigkeit oder Brandstiftung. Jeder Hektar Natur, der dem Feuerteufel zum Opfer fällt, ist zu unserem Schaden. »Der Wald ist unser bester Mitkämpfer gegen den Klimawandel«, deklamierte die Bundeslandwir...

Gucklöcher, selbst für den Hund spannend: Mauerstück an der Bernauer Straße
Von Feigen und Flüchtlingen

Nach wie vor ein heiß umstrittendes Geschichtskapitel: der Bau der Berliner Mauer vor 60 Jahren am 13. August 1961. Doch wie steht ees um das Grenzregime der EU, das Armuts- und Kriegsflüchtlinge abhalten und in deren Staaten einschließen soll? Ist es weniger unmenschlich?

Aufräumarbeiten in Gaza-Stadt – über 200 Tote und Tausende Obdachlose sind der Preis des jüngsten militärischen Konfliktes.
Gewalt löst keine Widersprüche

Michael Lüders über die jüngste Eskalation zwischen Israel und Gaza, fatale Nibelungentreue und was ein Weltethos bewirken würde.

Mediales Armageddon?

Eigentlich wäre der ganze Vorgang unter Klatsch und Tratsch zu verbuchen, der Boulevard-Presse zu überlassen, wenn denn nicht die Affäre weitere Kreise zieht. 1995 hat die BBC ein Interview mit Prinzessin Diana veröffentlicht, das sich - wie jetzt herauskam - der Journa...

Ohne Kunst und Kultur ist Menschsein undenkbar.
Elementarer als Arithmetik

Deutschland muss sich verfassungsrechtlich als Kulturstaat definieren, fordern die Gründer der Initiaitive »Kultur ins Grundgesetz«. Die dramatische Lage vor allem für Kunst- und Kulturschaffende in Lockdown-Zeiten hat offenbart, was schon seit Jahren falsch läuft.

Gesicht zeigen

»An den Balltüren steht manchmal angeschrieben: Heute Maskenzwang. Ich träume von einer Lustbarkeit, die unter dem Leitspruch vonstatten geht: Heute Gesichterzwang.« Siegfried Wein zitiert nicht von ungefähr den österreichischen Essayisten und Erzähler Anton Kuh, der in...

»Ich habe es nicht für möglich gehalten«

Wie ist es möglich, dass über ein Dreivierteljahrhundert nach der Befreiung vom Faschismus in Deutschland und Europa Antisemitismus wieder virulent ist? Reinhard Schramm über Antisemitismus heute, Verschwörungsmystiker, »Querdenker« sowie Aufklärung und Abwehr.

Gründergeneration

Von Anfang an wurde in dieser Zeitung Antifaschismus großgeschrieben. Selbstverständlichkeit. Verpflichtung. Das Blatt sah und sieht sich in der Tradition der deutschen Antifaschisten, darunter von den Nazis verfolgter Juden, in der Emigration gegründeter Publikationen ...

Kämpfte für die Rote Armee: Professor Moritz Mebel
Von der Moskwa ans Spreeufer

Höllischer Lärm. Rechts und links von ihm schlagen die Granaten ein, überschütten ihn mit Schnee und Dreck. Er presst sich ganz fest an die Erde, russische Erde. Die Artillerie der Hitlerwehrmacht belfert ununterbrochen. Deutsche Panzer rollen auf ihn zu. Doch der junge...

Der Bumerang-Effekt

Was wollen eigentlich diese Hohenzollern? Ein berechtigte Frage. Sie überschrieb die zweite Veranstaltung des Berliner Vereins Helle Panke am Montagabend innerhalb der Reihe »Alles nur geklaut«. Der Auftakt war den von den europäischen Kolonialmächten unrechtmäßig angee...

Alles nur geklaut

Endlich wird auch in Deutschland diskutiert - über die Rückgabe in kolonialer Zeit unrechtmäßig angeeigneter Kulturgüter an die Herkunftsländer. Unbehagen darüber ist aber spürbar.

Die sehnsüchtig erwartete Heimkehr

Es war für ihn eine Heimkehr, auf die er lange warten musste, Jahrzehnte herbeigesehnt. An die er zwar immer geglaubt hatte und die dennoch ungewiss blieb - bis 1989. Sein Buch »Die Revolution entlässt ihre Kinder«, 1955 erstmals erschienen, hat ihn in die (westlic...

Ihrer Zeit weit voraus

Am 28. März 1871 wurde die Pariser Kommune proklamiert. An ihr scheiden sich bis heute die Geister. Von den einen mit Chaos und Anarchie gleichgesetzt, von anderen als Wetterleuchten einer neuen Zeit gefeiert.

Für Bücklinge nicht zu haben

Das Berliner Abgeordnetenhaus drängt jetzt auf eine gerichtliche Klärung im Streit mit den raffgierigen Hohenzollern. Der Senat ist per Parlamentsbeschluss explizit aufgefordert, »das öffentliche Interesse und Eigentum an diesem strittigen Kulturerbe zu verteidigen«.

Kultur für alle

Seit zwei Jahrzehnten fordern Künstler*innen, Kulturschaffende und kulturvolle Bürger*innen, aber auch Parteien, darunter Die Linke, einen Grundgesetzartikel, der den Staat verpflichtet, Kultur zu schützen und zu fördern. Nix tat sich bisher. Einen neuen Vorstoß unternimmt die SPD.

Gleichgültig und geschichtsvergessen

Leider nur virtuell konnte jüngst das Festjahr »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland« eröffnet worden. Ob dies die jüngst auf dem deutschen Buchmarkt erschienenen Publikationen zum Thema zu leisten vermögen? Schön wäre es.

Nicht vergesslich - verlogen und feige

Nichts lässt sich am Geschehen verändern, es sei denn unser Umgang mit der Vergangenheit verändert die Sicht auf das Geschehene. Denn ›das, was war‹, interessiert uns nicht darum, weil es war, sondern weil es in gewissem Sinn noch ist, indem es noch wirkt.« Mit diesem Z...

»Ein sehr gescheites Frauenzimmer«

Ein starker Aufschlag. »Die politische Linke hat es selten verstanden, ihre abstrakten Ideen von Freiheit und Emanzipation sowohl des Einzelnen als auch der Gesellschaft so darzulegen, dass sie für Außenstehende verständlich und vor allem attraktiv geworden wären. Häufi...