Wohngebäude vor Hochwasser schützen

Online-Tool zur Minderung von Hochwasserschäden

Das teilte das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) in Dresden mit. Das Planungsinstrument zur Minderung von Hochwasserschäden ist im Rahmen des EU-Projektes STRIMA II mit dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) entwickelt worden.

Eine vorausschauende Planung und bauliche Anpassungen können das Risiko für Hochwasserschäden an Gebäuden verringern. FLOOD.Bi unterstützt Grundstückseigentümer, Fachplaner und Architekten in Ingenieurbüros dabei. Die neue Webanwendung liefert Infos zu den Hochwassergefahren am Standort, ermittelt potenzielle Hochwasserschäden am Gebäude und zeigt die Wirkung individueller Vorsorgemöglichkeiten auf. Das Online-Tool kann zunächst für Einfamilienhäuser genutzt werden. Es soll zukünftig auch für Zwei- und Mehrfamilienhäuser bereitstehen.

Auswertungen in Deutschland und Tschechien zeigen, dass ein großer Teil der von Hochwasser geschädigten Gebäude und Infrastrukturen bereits mehrfach von einer Überflutung betroffen war. Dabei kann mit den richtigen Vorsorgemaßnahmen viel gegen typische Schadenbilder an Wohngebäuden, Verkehrsinfrastrukturen und schnell reagierenden kleinen Fließgewässern getan werden.

Ziel des sächsisch-tschechischen EU-Projektes STRIMA II ist es, die Schadenvorsorge bei Hochwasser und Starkniederschlägen zu verbessern und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, insbesondere auf kommunaler Ebene zu vertiefen. Das Projekt hatte eine Laufzeit von dreieinhalb Jahren. Die Kosten beliefen sich auf rund 2,1 Millionen Euro. Sie wurden zum Großteil vom Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie anteilig vom Freistaat Sachsen getragen. Das LfULG führte als Leadpartner durch das Projekt. Projektpartner waren das IÖR, die Agentur für regionale Entwicklung in Liberec, die Universität Ústí nad Labem und die TU in Prag. LfULG/nd

Zum Online-Tool FLOOD.Bi: https://lsnq.de/FLOODBI

Mehr zum Projekt STRIMA II: www.strima.sachsen.de

Mehr zum Thema Hochwasser in Sachsen: www.hochwasserzentrum.sachsen.de

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