Starkes linkes Signal

Peter Steiniger zum Wahlausgang in Bulgariens Hauptstadt Sofia

  • Peter Steiniger
  • Lesedauer: 1 Min.
»Sofia für alle« lautete das Motto der Wahlkampagne von Wanja Grigorowa.
»Sofia für alle« lautete das Motto der Wahlkampagne von Wanja Grigorowa.

Wahlkrimi in Bulgarien: In der Stichwahl um das Bürgermeisteramt von Sofia am Sonntag fehlten Wanja Grigorowa als Kandidatin eines Bündnisses um die Sozialistische Partei BSP und die neue Vereinigung Levizata! (Die Linke!) nach dem derzeitigen Stand der Auszählung nur wenige tausend Stimmen zum Sieg über den liberalkonservativen Favoriten Wassil Tersiew.

Angesichts des hauchdünnen Abstands und wegen Versuchen der Wahlbeeinflussung wird Grigorowa das vorläufige Ergebnis überprüfen lassen. Fest steht aber schon jetzt, dass der klassenkämpferischen und basisnahen Gewerkschafterin mit ihrem Einzug in die zweite Runde und dem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Tersiew eine Sensation gelungen ist. Und das, obwohl sie sowohl eine infame Medienkampagne als auch die Apparate der mit dem großen Geld verbundenen Parteien gegen sich hatte, die Sofia seit Jahrzehnten dominieren.

Wanja Grigorowa und ihr Bündnis haben mit Glaubwürdigkeit, breiter Bürgerbeteiligung und klaren Forderungen viele Menschen erreicht und für die soziale Frage mobilisiert. Es ist eine Kampfansage von links, die über den Wahltag und Sofia hinaus Wirkung zeigen wird.

#ndbleibt – Aktiv werden und Aktionspaket bestellen
Egal ob Kneipen, Cafés, Festivals oder andere Versammlungsorte – wir wollen sichtbarer werden und alle erreichen, denen unabhängiger Journalismus mit Haltung wichtig ist. Wir haben ein Aktionspaket mit Stickern, Flyern, Plakaten und Buttons zusammengestellt, mit dem du losziehen kannst um selbst für deine Zeitung aktiv zu werden und sie zu unterstützen.
Zum Aktionspaket

Linken, unabhängigen Journalismus stärken!

Mehr und mehr Menschen lesen digital und sehr gern kostenfrei. Wir stehen mit unserem freiwilligen Bezahlmodell dafür ein, dass uns auch diejenigen lesen können, deren Einkommen für ein Abonnement nicht ausreicht. Damit wir weiterhin Journalismus mit dem Anspruch machen können, marginalisierte Stimmen zu Wort kommen zu lassen, Themen zu recherchieren, die in den großen bürgerlichen Medien nicht vor- oder zu kurz kommen, und aktuelle Themen aus linker Perspektive zu beleuchten, brauchen wir eure Unterstützung.

Hilf mit bei einer solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl.

Unterstützen über:
  • PayPal