Invasive digitale Welt

Jana Frielinghaus fordert diskriminierungsfreie Offline-Zugänge

Digitalisierung sorgt selbst bei regelmäßigen Internetnutzern auch regelmäßig für Stress und Überforderung. Menschen, die sich Laptop oder Smartphone nicht leisten können, oder sich dem Stress nicht aussetzen wollen, werden schon längst massiv diskriminiert.
Digitalisierung sorgt selbst bei regelmäßigen Internetnutzern auch regelmäßig für Stress und Überforderung. Menschen, die sich Laptop oder Smartphone nicht leisten können, oder sich dem Stress nicht aussetzen wollen, werden schon längst massiv diskriminiert.

Endlich eine Kampagne für das Recht auf Freiheit von Digitalisierung! Und sie kommt von Leuten, die sich mit Vorteilen wie Fallstricken der wachsenden Abhängigkeit der Gesellschaft von Rechenzentren und Servern auskennen. Gefordert wird ein gleichberechtigter Zugang zu den Leistungen der öffentlichen Daseinsvorsorge auch ohne Smartphone oder Computer. Dafür ist es höchste Zeit, denn den Zwang zur Digitalisierung gibt es in vielen Bereichen längst.

Dabei können sich viele Menschen ein Endgerät schlicht nicht leisten. Auch Ältere, die nicht online gehen wollen, kommen im ländlichen Raum nicht mal mehr an ein Bahnticket. Sie werden bestraft, wenn sie ihren Zahlungsverkehr weiter per Überweisungsschein abwickeln. Sparkassen berechnen dann für jede Transaktion einen Euro. Dazu kommen Portokosten, denn oft ist die Bankfiliale vor Ort längst geschlossen. Das ist Diskriminierung pur gegenüber Menschen, deren Perspektiven ein Korrektiv zur von Internetsucht und Konzentrationsschwäche geprägten Mehrheitsgesellschaft sein könnten.

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