Mosekunds Montag
Man müsse, hatte Herr Mosekund einen klugen Menschen sagen hören, in der Krise antizyklisch handeln. Das imponierte ihm und er beschloss, selbst damit zu beginnen. Und zwar beim Essen. Als er nach einer guten Mahlzeit eigentlich schon pappesatt war, stopfte er sich gleich noch einmal voll. Einen Tag dauerte es, bis er die folgende Übelkeit überwunden hatte. Nach einem weiteren Tag wurde er hungrig. Handle antizyklisch, hämmerte er sich immer wieder ein. Am dritten Tag wurde er schwach - und aß. Schade, dachte Herr Mosekund betrübt, ich werde die Welt doch nicht retten.
Wir sind käuflich. Aber nur für unsere Leser*innen.
Die »nd.Genossenschaft« gehört ihren Leser:innen und Autor:innen. Sie sind es, die durch ihren Beitrag unseren Journalismus für alle zugänglich machen: Hinter uns steht kein Medienkonzern, kein großer Anzeigenkunde und auch kein Milliardär.
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ unabhängig und kritisch berichten
→ übersehene Themen aufgreifen
→ marginalisierten Stimmen Raum geben
→ Falschinformationen etwas entgegensetzen
→ linke Debatten voranbringen
Mit »Freiwillig zahlen« machen Sie mit. Sie tragen dazu bei, dass diese Zeitung eine Zukunft hat. Damit nd.bleibt.