Mosekunds Montag

Ein Freund hatte Herrn Mosekund zum Fußball mitgenommen. Herr Mosekund beobachtete das Geschehen auf dem Platz durchaus interessiert, verstand aber nicht, welchem System das Spiel folgte. Obwohl der Freund ihn fortwährend auf Viererketten, Laufwege, Raumdeckung und sogar auf eine falsche Neun hinwies, musste Herr Mosekund am Ende zugeben, dass er nichts begriffen hatte. »Tja«, erwiderte der Freund, »man muss ein Spiel eben lesen können.« Warum sagt mir das keiner, dachte Herr Mosekund, beim nächsten Mal nehme ich meine Lesebrille mit.

Andere Zeitungen gehören Millionären. Wir gehören Menschen wie Ihnen.

Die »nd.Genossenschaft« gehört ihren Leser:innen und Autor:innen. Sie sind es, die durch ihren Beitrag unseren Journalismus für alle zugänglich machen: Hinter uns steht kein Medienkonzern, kein großer Anzeigenkunde und auch kein Milliardär.

Dank der Unterstützung unserer Community können wir:

→ unabhängig und kritisch berichten
→ Themen ins Licht rücken, die sonst im Schatten bleiben
→ Stimmen Raum geben, die oft zum Schweigen gebracht werden
→ Desinformation mit Fakten begegnen
→ linke Perspektiven stärken und vertiefen

Mit »Freiwillig zahlen« tragen Sie solidarisch zur Finanzierung unserer Zeitung bei. Damit nd.bleibt.