Das System steht zur Diskussion

Stefan Otto über die desolate Klimaschutzpolitik

  • Stefan Otto
  • Lesedauer: 1 Min.

Die Sichtweise von Stephan Kramer ist bemerkenswert verengt. Thüringens Verfassungsschutzchef hat festgestellt, dass Linksradikale versuchten, die Bewegungen Fridays for Future und Letzte Generation zu unterwandern, um »aus der Klimakrise eine Systemkrise zu machen«. Dabei hat doch unzweifelhaft das kapitalistische System mit der Industrialisierung und der Marktwirtschaft erst die Klimakrise verursacht. Das hat dazu geführt, dass wir alle weit über unsere Verhältnisse leben.

Um katastrophale Verhältnisse abzuwenden, braucht es einen weitreichenden Wandel. Darauf weisen Aktivist*innen von Fridays for Future und der Letzten Generation Tag für Tag aufs Neue hin. Zwar reden inzwischen so gut wie alle über den Klimawandel, aber trotzdem werden nur wenige konstruktive Maßnahmen eingeleitet, um ihn zu begrenzen. Es reicht halt nicht aus, mehr Windräder aufzustellen und E-Autos zu bauen. Nötig ist anderes Wirtschaften und ein anderes Denken, das den Zwang zu Wachstum, Raubbau und Zerstörung, zu Ausbeutung und Maßlosigkeit überwindet. Aber das würde Privilegien beschneiden, und deshalb tut sich gerade viel zu wenig.

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