Werbung

Gil Ofarim fügt jüdischer Community schweren Schaden zu

Christian Klemm über gespielten Antisemitismus bei Gil Ofarim

  • Christian Klemm
  • Lesedauer: 2 Min.

Der Sänger Gil Ofarim hat der jüdischen Community in Deutschland schweren Schaden zugefügt. Mehr noch: Durch sein Geständnis, einen Hotelmitarbeiter fälschlicherweise des Antisemitismus zu beschuldigen, hat er denjenigen ins Gesicht gespuckt, die tatsächlich von Judenhass betroffen sind. Und das sind in der Bundesrepublik eine ganze Menge Menschen: Laut einer neuen Untersuchung explodierte die Anzahl der antisemitischen Vorfälle seit dem Angriff der Hamas auf israelische Gemeinden am 7. Oktober und dem darauf folgenden Krieg in Gaza.

Ofarim spielt mit seiner schamlosen Lüge denjenigen in die Karten, die den Antisemitismus verharmlosen. Das sind vor allem Hitler-Bewunderer mit und ohne AfD-Parteibuch und Menschen, die auf Flugblättern einen »Freiflug durch den Schornstein in Auschwitz« als Preis ausloben. Das sind aber auch angeblich Linke und Islamisten, die mit Blick auf die menschenverachtende Politik Israels gegenüber Palästinensern dummdreiste Nazivergleiche anstellen. Ihnen allen sei gesagt: Anisemitismus ist keine Ideologie, sondern ein Verbrechen, das Millionen Opfer gefordert hat. Daran ändert auch Ofarims zweijährige Märchenstunde nichts.

#ndbleibt – Aktiv werden und Aktionspaket bestellen
Egal ob Kneipen, Cafés, Festivals oder andere Versammlungsorte – wir wollen sichtbarer werden und alle erreichen, denen unabhängiger Journalismus mit Haltung wichtig ist. Wir haben ein Aktionspaket mit Stickern, Flyern, Plakaten und Buttons zusammengestellt, mit dem du losziehen kannst um selbst für deine Zeitung aktiv zu werden und sie zu unterstützen.
Zum Aktionspaket

Linken, unabhängigen Journalismus stärken!

Mehr und mehr Menschen lesen digital und sehr gern kostenfrei. Wir stehen mit unserem freiwilligen Bezahlmodell dafür ein, dass uns auch diejenigen lesen können, deren Einkommen für ein Abonnement nicht ausreicht. Damit wir weiterhin Journalismus mit dem Anspruch machen können, marginalisierte Stimmen zu Wort kommen zu lassen, Themen zu recherchieren, die in den großen bürgerlichen Medien nicht vor- oder zu kurz kommen, und aktuelle Themen aus linker Perspektive zu beleuchten, brauchen wir eure Unterstützung.

Hilf mit bei einer solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl.

Unterstützen über:
  • PayPal