Ausgabe vom 02.01.2008

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ND-Spendenaktion mit SODI, WFD und INKOTA

ND-Spendenaktion mit SODI, WFD und INKOTA

Für drei Gesundheitsprojekte in drei Ländern – Mosambik (Foto o.: INKOTA), Südafrika (Foto u.: Max Edkins) und Vietnam – haben wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, um Ihre Spende gebeten. Für Projekte, die Leben erhalten und Leben retten sollen. Allein die Aids-Problematik in Afrika macht die ganze Tragweite deutlich. Unsere Aktion steht vor dem Abschluss, deshalb noch einmal unsere Bi...

Unten links

Für ein Kilo Schweinekotelett muss der Durchschnittsverdiener heute nur noch 23 Minuten arbeiten, vor 25 Jahren brauchte er noch 96 Minuten. Was lernt man daraus? Schneller arbeiten ist nicht gut für eine ausgewogene Ernährung. Aber auch: So schnell, wie Statistiker heute die Schweinekoteletts zählen, mussten sie vor 25 Jahren noch nicht sein. Aber heute! Mitten in die Preiserhöhungen für Eier, Mi...

ndPlusUwe Sattler

Moralfragen

Neben dem »Fall Mugabe« haben die EU-Diplomaten nun ein weiteres Personalproblem auf dem Tisch. Nach dem von Brüssel als Quasi-Diktator ausgemachten und eher halbherzig geächteten Staatschef Simbabwes weiß man nicht, wie man mit dem praktisch selbst erklärten Sieger der Präsidentenwahl in Kenia, Mwai Kibaki, umgehen soll. Weiter als bis zu Betroffenheitserklärungen über Opfer und Gewalt sowie der ...

Kenia erstickt in blutiger Gewalt

Wut, Frustration und ethnischer Hass entladen sich nach der Präsidentenwahl in Kenia in blutiger Gewalt. Die Zahl der Toten seit dem Urnengang am 27. Dezember stieg laut Polizei auf knapp 300.

Massenklage gegen Datensammler

Mit der größten Verfassungsbeschwerde in der bundesdeutschen Geschichte wollen rund 30 000 Bürger das neue Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung zu Fall bringen. Die Klage wurde zu Wochenbeginn beim Bundesverfassungsgericht eingereicht.

Trotz Preiserhöhung günstiger reisen?

Für Fahrscheine im Regional- und Fernverkehr müssen seit Dezember im Schnitt 2,9 Prozent mehr bezahlt werden. Wer einige Tipps beachtet, kann aber beim Bahnfahren trotzdem sparen. SPARPREISE: Wer mindestens drei Tage vor der Reise bucht, bekommt je nach Zeitpunkt der Reise den Sparpreis 25 (25 Prozent Rabatt) oder den Sparpreis 50 (50 Prozent Rabatt). Diese Rabatte lassen sich mit weiteren kombini...

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Konkurrenz nur über gute Produkte

Konkurrenz nur über gute Produkte

ND: In der Vergangenheit hat Post-Chef Klaus Zumwinkel angekündigt, dass mit dem Wegfall des Briefmonopols vermutlich weitere Stellen bei dem Unternehmen abgebaut werden. Wie schätzen Sie die zu befürchtenden Konsequenzen für die Arbeitnehmer ein?Kocsis: Wir gehen nicht davon aus, dass Stellen wegfallen. Denn die Sendungsmengen bleiben ja die gleichen. Allerdings kommen mit dem Auslaufen der Exklu...

Fiskus: Spendengelder sind steuerlich jetzt deutlich besser absetzbar

Die Spendenbereitschaft der Leute ist ungebrochen. Dabei fließen die meisten Zuwendungen in der Zeit von Mitte November bis Ende Dezember. Die Wohltätigkeit in der Weihnachtszeit des vergangenen Jahres unterstützt das Finanzamt deutlich mehr als in den Vorjahren. Durch eine Gesetzesänderung lassen sich Ausgaben zur Förderung mildtätiger, kirchlicher, religiöser und gemeinnütziger Zwecke über deutl...

Bundessozialgericht: Krankenhausverlegung aus Glaubensgründen wird nicht bezahlt

Wer sich aus religiösen Gründen in ein anderes Krankenhaus verlegen lässt, hat die Kosten für den Transport selbst zu tragen. Das hat das Bundessozialgericht in Kassel entschieden. Die Bundesrichter wiesen damit die Klage eines Mannes ab, der den Zeugen Jehovas angehört. Er hatte sich per Hubschrauber von einer Augsburger Klinik in ein Krankenhaus nach Fulda verlegen lassen, weil er eine Bluttrans...

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Schornsteinfegergebühren

Der Vermieter hat in unserem Haus im Jahre 2000 eine moderne Heizungsanlage eingebaut. Ein Schornstein wurde für die Zu- und Abluft der Heizungsanlage genutzt. Der andere Schornstein wird nur noch zeitweise für den Betrieb des einzigen noch vorhandenen Ofens genutzt. Müssen wir Mieter nun immer noch anteilig Betriebskosten für den Schornstein zahlen?Christian M., Dresden Ja. Mieter könnten den vor...

Abrechnung nach Verbrauch oder Fläche?

Wir haben in jeder Wohnung des Hauses Wasserzähler. Seit 1998 wurden die Wasser- und Abwasserkosten nach dem gemessenen Verbrauch abgerechnet. 2004 wechselte der Eigentümer des Hauses. Er legt die Wasser- und Abwasserkosten nach der Wohnfläche um. Wie sollten wir Mieter uns verhalten?Paul R., Bad Brambach Mieter sollten jetzt zum Jahreswechsel ihre Zählerstände notieren und diese vom Nachbarn als ...

Mietvertrag ist Vereinbarungssache

Als Betroffener von Hartz IV wurde ich dieses Jahr aufgefordert, eine kleinere Wohnung zu beziehen, um die Kosten der Unterkunft zu senken. Immerhin schießt mir die ARGE (der Vermieter) die Kaution vor, die ich dann aber abzahlen muss. Dazu meine Fragen: Gibt es eine Möglichkeit die Genossenschaftsanteile vorzeitig zu erhalten? Ich kann doch nichts für den Wohnungswechsel. Frage 2: Wie muss die zu...

Zwischen Wirtschaftsboom und »kulturellem Genozid«
Heidi Diehl

Zwischen Wirtschaftsboom und »kulturellem Genozid«

Li lässt sich nicht festnageln. Konkret wird er nur dann, wenn die Fragen unverfänglich sind. Stellt man ihm jedoch eine auch nur in Ansätzen politische Frage zu Tibet, weicht er geschickt aus, lässt sich bestenfalls auf ein unverbindliches »ich habe gelesen«, »ich habe gehört« oder »man hat mir erzählt« ein, und manchmal flüchtet er sich sogar ins Historische. Li Jun, wie der 39-Jährige mit vollständigem Namen heißt, wuchs im südchinesischen Chongqing auf, studierte nach einem glanzvollen Abitur Deutsch und Englisch in Peking, lebt und arbeitet seit 17 Jahren in Tibets Hauptstadt Lhasa als »General Manager« von »Tibet China Travel Service«, einem großen chinesischen Reiseunternehmen. Als Guide begleitet er Ausländer aufs »Dach der Welt«.

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ndPlusPeter Kollewe

Göttliche Gabe

Es war höchste Zeit, uns Sterblichen die Welt wieder einmal zurechtzurücken. Und kein Datum eignet sich besser als der erste Tag eines neuen Jahres: Frieden, sagt uns da Papst Benedikt XVI., vor allem wahrer Frieden, sei nicht einfach nur eine Errungenschaft der Menschen oder Frucht politischer Vereinbarungen, sondern »eine göttliche Gabe, um die wir konstant bitten müssen«. Mit mindestens ebensol...

Werden »billige« Werkstudenten künftig nach Tarif bezahlt?

Werkstudenten zu beschäftigen, lohnt sich für Unternehmen. Denn für Werkstudenten fallen kaum Abgaben für die Sozialversicherung an. Zudem werden sie in der Regel weit unter Tarif bezahlt. Dem schob nun das Landesarbeitsgericht München einen Riegel vor. Der Betriebsrat eines Unternehmens hatte den Arbeitgeber verklagt: Die im Unternehmen beschäftigten Werkstudenten seien nach dem einschlägigen Ta-...

ndPlusGabriele Oertel

Kreuther Signal

Eigentlich müsste CSU-Mitgliedern vor kommendem Montag grausen. Dann nämlich beginnt in Wildbad Kreuth die berühmt-berüchtigte alljährliche Klausurtagung der christsozialen Landesgruppe. Und von der, sagt deren Chef Peter Ramsauer, solle ein Signal ausgehen. Hilfe! Schon wieder? Erst im vergangenen Jahr kam schließlich aus Kreuth ein erschröckliches Zeichen – die CSU hatte im Ergebnis plötzl...

Kurt Stenger

Berechtigter Ausgleich

Die IG Metall will in der Tarifrunde 2008 für die Beschäftigten einen Ausgleich für die relativ hohe Teuerungsrate erstreiten. Dies ist verständlich und aus gesamtwirtschaftlicher Perspektive auch richtig. Es waren ja vor allem zwei Gründe, die die Preise im vergangenen Jahr haben merklich ansteigen lassen: die höhere Mehrwertsteuer und die stark gestiegenen Energiekosten. Volkswirte sprechen von ...

Alkoholkrank: Erst nach einer Abmahnung darf gekündigt werden

Ein einmaliges Besäufnis reicht nicht. Der Arbeitnehmer war sternhagelvoll, eine fristlose Kündigung ist aber erst nach erfolgloser Abmahnung möglich. Der Lagerist torkelte nur so zu seinem Gabelstapler. Jeder im Betrieb wusste, dass er viel trank. Doch bei der Arbeit war er noch nie betrunken gewesen. »Der ist doch total zu«, dachte der Schichtleiter und schickte den Mann zwecks Alkoholtest zur P...

Nachtwächter
Andreas Fritsche

Nachtwächter

Im Mittelalter zogen Nachtwächter durch die Gassen und sorgten für Ruhe und Ordnung. Auch heute gibt es in etlichen Städten Nachtwächter. Sie haben allerdings eine andere Aufgabe. Sie führen Rundgänge mit Touristen an. Es gibt eine europäische Zunft und eine deutsche Gilde der Nachtwächter. Der 20-jährige Jeff Lammel aus Schönebeck/Elbe (Sachsen-Anhalt) ist der wahrscheinlich jüngste Nachtwächter ...

Hilflose Gesellschaft?

ND: Kommt unsere Gesellschaft mit ihren Kindern nicht mehr zurecht?Prof. Dr. Häßler : Ja, es scheint so. Auch wenn man mit Generalisierungen immer vorsichtig sein sollte, so haben wir es doch auch in der Kinder- und Jugendpsychiatrie zunehmend mit Problemfamilien zu tun. Welche Gründe für extreme Gewalt an Kindern gibt es? Gibt es Unterschiede zwischen Frauen und Männern?Wir wissen aus vielen Unte...

Weihnachtsgeld: Rückzahlungspflicht besteht nur bei vertraglicher Grundlage

Weihnachten ist zwar vorbei, aber alljährlich ergibt sich in den ersten Monaten des Jahres die Frage, ob Arbeitnehmer ein erhaltenes Weihnachtsgeld oder Gratifikation an den Arbeitgeber zurückzahlen müssen, wenn sie kurze Zeit später aus dem Unternehmen ausscheiden. Hier, so der Stuttgarter Rechtsanwalt Michael Henn, gelte der klare Grundsatz, dass auch Rückzahlungspflichten ausdrücklich vereinbart sein müssen.

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Managergehalt:Lammert droht mit Gesetz

Berlin (AFP/ND). Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat eine Selbstverpflichtungserklärung der Wirtschaft zur Regelung der Managergehälter gefordert.In einem Interview sagte Lammert, für den Fall, dass diese nicht zustande komme oder nicht eingehalten werde, »wird sich die Politik darum kümmern müssen«. Es müsse eine Begrenzung sichergestellt werden, wenn »die gelegentliche Neigung zur Maßl...

Pflichten

Hausbesitzer sind im Winter verpflichtet, Wege auf einem Grundstück bei Schnee und Eisglätte zu räumen und zu streuen. Wer haftet jedoch, wenn der Hausbesitzer abwesend ist und seinen Verpflichtungen nicht nachkommen kann? Eine Privathaftpflichtversicherung bzw. eine Grundbesitzerhaftpflicht-Versicherung bei Mehrfamilienhäusern bietet dem Versicherten auch Schutz für das Risiko bei Räum- und Streu...

Keine Haftung für bestimmtes Material

Ein größeres Gebäude wurde grundlegend saniert. Fachleute des Auftraggebers hatten für die Arbeiten und das dabei einzusetzende Material ein verbindliches Leistungsverzeichnis erstellt. Unter anderem sollte ein Heizungs-fachbetrieb einige Stahlheizkörper der Heizungsanlage gegen Aluminiumheizkörper austauschen. Schon kurze Zeit später begannen die neuen Heizkörper zu korrodieren. Als der Auftragge...

Heizungsbauer pfuschte

Die Eigentümerin eines Reihenhauses beauftragte einen Heizungsbauer, Ventile und Thermostate an allen Heizungen auszutauschen. Drei Tage später trat im Spitzboden des Hauses aus einem Heizkörper Wasser aus. Der Versicherer der Auftraggeberin übernahm den Wasserschaden und verlangte anschließend Schadenersatz vom Handwerker: Er habe die Entlüftungsschraube nicht wieder zugedreht und so die Überschw...

Unter-Wert-Verkauf – eine gemischte Schenkung

Ich bin Alleineigentümerin eines mit einer Massivlaube bebauten Grundstücks mit einem Wert von ca. 60 000 Euro. Mein Mann und ich haben uns gegenseitig zu Alleinerben eingesetzt. Ich habe den Behindertengrad 100 und die Pflegestufe 2. Im Haushalt und bei der Betreuung des Grundstücks werde ich von meiner Tochter unterstützt. Ich beabsichtige deshalb, ihr das Grundstück für 10.000 Euro zu verkaufen...

Ulf Buschmann

Region auf der Suche nach ihrem Hafen

Wilhelmshaven. Es gibt noch immer Optimisten. Sie glauben, dass es bald mit dem Bau des Millionenprojekts »JadeWeserPort«, kurz JWP, losgeht.

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Absprachen oder Verträge?

Familienabsprachen können nach einem Urteil des Amtsgerichts Sondershausen keine Verträge ersetzen. Wer im Auftrag einer Familie einen Vertrag unterschreibt, müsse dafür auch geradestehen, egal was der Familienrat beschlossen habe, entschied das Gericht im Streit um die Kosten einer Feuerbestattung. Die Schwester der Verstorbenen hatte sich geweigert, die 1815 Euro zu bezahlen, da sie nur im Auftr...

Trotz Vermögens BAföG kassiert

BAföG gibt es bekanntlich nur, wenn man sein Studium nicht auf andere Weise finanzieren kann. Schummelei kommt bisweilen raus – manchmal nach Jahren. Ein ehemaliger Student muss seine Studienförderung in Höhe von rund 14 000 Euro zurückzahlen, weil er bei seinem BaföG-Antrag seinen Kontostand verschwiegen hatte. Nach Angaben des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) Baden-Württemberg hatte der heute...

Koalition: Viel Stoff zum Zoff
ndPlusGabriele Oertel

Koalition: Viel Stoff zum Zoff

Die Koalition gönnte sich über die Feiertage nicht einmal das, was jedes Finanzamt den Steuerzahlern einräumt: Ein paar Tage Frieden. Munter stritten Union und SPD auch zu Silvester und Neujahr. Diesmal über den Umgang mit Jugendkriminalität.

Bundesfinanzhof: Ausgaben für Besuch bei den Kindern steuerlich nicht abzugsfähig

Getrennt lebende Eltern können die Kosten für Besuche beim eigenen Kind nicht von der Steuer abziehen. Unabhängig von der Höhe im Einzelfall seien solche Ausgaben nicht außergewöhnlich und daher mit dem Kindergeld oder dem Kinderfreibetrag abgegolten, heißt es in einem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) in München. Darin hält der BFH zudem daran fest, dass auch das Schulgeld für Schulen außerhalb d...

Holger Reile

Versuchte Ehrenrettung für einen Nazidichter

Der Konstanzer Friedhofsbeirat will das Familiengrab des Dichters Wilhelm von Scholz (1874 – 1969) einebnen lassen. Das hat nun den Dramatiker Rolf Hochhuth auf die Palme gebracht.

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Kein Geld für Kopien

Wenn ein Kläger dem Gericht gleich bündelweise Kopien von Entscheidungen anderer Gerichte vorlegt, bleibt er auf den Kosten sitzen. Nach einem kürzlich bekannt gewordenen Beschluss des Oberlandesgerichts (OLG) Koblenz zählen diese Auslagen nicht zu den notwendigen Prozesskosten und werden daher selbst bei einer erfolgreichen Klage nicht erstattet (Beschluss vom 4. 6. 2007 - Az.: 14 W 303/07). Das ...

Vertreterbesuch: Späterer Vertragsabschluss kein Haustürgeschäft

Schließt ein Verbraucher erst Wochen nach einem Vertreterbesuch einen Vertrag ab, so kann er ihn später nicht mehr als sogenanntes Haustürgeschäft widerrufen. Nach Auffassung der Richter des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt kann sich der Verbraucher in diesem Fall nicht darauf berufen, dass er beim Vertragsabschluss überrumpelt worden sei (Az.: 9 U 13/06). Das Gericht wies mit seinem in der Zeit...

Menschenwürdige Unterbringung

Häftlinge müssen im Gefängnis menschenwürdig untergebracht werden, haben aber keinen Anspruch auf eine geräumige Zelle. Nach drei Beschlüssen des Bundesverfassungsgerichts können auch beengte Verhältnisse ausreichen, wenn für einen Schutz der Intimsphäre gesorgt ist. Die Richter wiesen die Beschwerden zweier Häftlinge aus Rheinland-Pfalz sowie aus einem Landeskrankenhaus in Sachsen-Anhalt ab. Die ...

Aus dem Elendsviertel in die Leichenhalle
Bernard Rwoti, Nairobi

Aus dem Elendsviertel in die Leichenhalle

Gespenstische Ruhe herrschte am Neujahrsmorgen in den Straßen von Kisumu. Nach den blutigen Kämpfen der Nacht patrouillierten in der drittgrößten Stadt Kenias die Sicherheitskräfte mit ihren roten Mützen. Die seit Tagen gegen den Ausgang der Präsidentenwahl demonstrierenden Oppositionsanhänger hielten sich während der tagsüber geltenden Ausgangssperre verborgen.

Geldanlage: Hohe Rendite, Sicherheit und Liquidität – alles auf einmal geht nicht

Hohe Renditen, 100-prozentige Sicherheit und auch noch jederzeit flexibel – eine Anlage, die diese drei Ziele auf einmal verspricht, sollten Sparer entweder gleich links liegen lassen oder besonders ausgiebig auf Herz und Nieren prüfen, bevor sie sich dafür entscheiden. Denn alle drei Kriterien zusammen gibt es nur in der Werbung, nicht in der Wirklichkeit. So die Information der Ing-DiBa. D...

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Maklerprovision bei »Nettopolicen«

Eine Handelsmaklerin hatte einem Kunden 2003 einen Vertrag über eine fondsgebundene Lebensversicherung mit Vertragslaufzeit von 48 Jahren vermittelt. Dabei handelte es sich um eine »Nettopolice«, das bedeutet: Die Provision für die Vermittlung ist nicht in der Versicherungsprämie enthalten. Der Kunde verpflichtete sich in einer Extravereinbarung, der Maklerin 1952 Euro Provision in 36 Monatsraten ...

Rückstufung einfach verweigert

Nach den Versicherungsbedingungen einer Kfz-Haftpflichtversicherung haben Versicherungsnehmer bei Schäden bis 1000 Euro die Möglichkeit, diese freiwillig zu erstatten. Auf diese Weise bleibt ihnen nach kleineren Unfällen eine Rückstufung erspart. Aber es gilt dabei, bestimmte Regeln einzuhalten – wie der folgende Fall zeigt. Auf solche Vertragsklausel berief sich ein Autofahrer, dessen recht...

Ralf Klingsieck, Paris

Sarkozy orientiert sich am Vorbild FBI

Mit dem Ziel, die Kräfte der Sicherheitsorgane im Kampf gegen den internationalen Terrorismus zu bündeln, hat Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy die Fusion des Inlandsgeheimdienstes DST und der Politischen Polizei RG angeordnet. Ihre Direktionen haben bereits ein gemeinsames Bürohaus im Pariser Vorort Levallois-Perret bezogen.

Bratislava bleibt hart
ndPlusHannes Hofbauer, Bratislava

Bratislava bleibt hart

Die slowakische Regierung setzt für die Lösung des Kosovo-Problems strikt auf das Völkerrecht. Das hat auch nationale Gründe.

Geldanlage: Verbraucherzentrale rät bei Wertpapieren zur aktiven Nachfrage

Ein neues Gesetz verlangt bekanntlich seit dem 1. November von Wertpapieranbietern, dass sie den Kunden bei neuen Verträgen ihre Provisionen offen legen. Verbraucherschützer Erk Schaarschmidt rät: »Auch für bereits vorhandene Verträge sollten Verbraucher eine genaue und nachvollziehbare Aufstellung der Provisionen in Euro verlangen!« Er kritisiert die Ausnahme für Geschlossene Fonds, weil gerade h...

Zeit des Nach- und Überdenkens in Kuba
Leo Burghardt, Havanna

Zeit des Nach- und Überdenkens in Kuba

In Kuba hat das 50. Jahr seit dem Sieg der Revolution begonnen. Das Land kann auf so manchen Erfolg verweisen. Aber vieles, darin ist man sich einig, muss anders werden.

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Peter Maiwald: Aphorismen

Mein Nachbar, ein Freund des Kapitalismus, liebt den schiefen Turm von Pisa. Schon seit Jahrhunderten, sagt er, ist er nicht umgefallen. * Auch der Kapitalismus feiert gern Halloween: Dann verkleidet er sich als Schicksal, Fügung, Marktgesetz, Einzeltäter, schwarzes Schaf, Heuschrecke, die schönste aller Welten, Mäzen oder Philantrop. * Die wohltätigen Reichen erzeugen mehr Hass als die Reichen, d...

ndPlusSabine Neubert

»Tausend Tote für einen Kuss«

Eigentlich wollen wir es ja nicht so richtig wahrhaben, dass sie nie wirklich gelebt haben, nicht wenigstens in grauen Vorzeiten, in denen Geschichte und Mythos in eins verschmelzen, sie, die berühmten Helden des Trojanischen Krieges und ihre Frauen, allen voran Helena, genannt die Schöne, die Paris dem Menelaos raubte und nach Troja schleppte, woraufhin Spartaner und Trojaner und all ihre Verbünd...

Martina Jammers

Kolossales Knossos

Rätselhafte Neue Nationalgalerie: Gigantische Stahlkästen und korrodierende Platten aus dem nämlichen Material flankieren ein mysteriöses Wegesystem, dessen Oberkanten wie die Zinnen einer trutzigen Burg von Häufchen aufgeschütteter Kohlesplitter bekrönt sind. Betritt man die monumentale Architektur, stellt man schnell fest, dass sie dem vertrackten Plan eines Labyrinths folgt. Eigentümliche Assem...

Seite 10

Mehr Immobilien unterm Hammer

Ratingen (dpa/ND). In Deutschland sind im Jahr 2007 wieder etwas mehr Häuser und Wohnungen unter den Hammer gekommen. Die Zahl der Zwangsversteigerungen von Immobilien an deutschen Amtsgerichten erhöhte sich um 0,8 Prozent auf fast 91 800 Termine, teilte der auf den Immobiliensektor spezialisierte Wirtschaftsverlag Argetra in Ratingen mit. Gleichzeitig sei jedoch der amtlich festgesetzte Verkehrsw...

ndPlusHans-Gerd Öfinger, Wiesbaden

Warnung vor dem Ausverkauf

Wenige Wochen vor den Wahlen in Hessen warnen Gewerkschafter und LINKE vor einem Verkauf der landeseigenen Verkehrsgesellschaft.

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Die Riedels mischen mit

Selbst ein Weltmeister kann mal neben der Spur liegen. Am Silvestertag passierte das Dieter Thoma. Als das Qualifikationsspringen unter- und später abgebrochen werden musste, verbreitete der Schwarzwälder, unterstützt von seinen Reporterinnen: Die Spur sei kaputt. Das bringt Wolfgang Krügel von der nordfränkischen Kunststoff-Firma Rehau ebenso auf die Palme wie den Oberwiesenthaler Peter Riedel (4...

Michael Neumayer fliegt aufs Podest
Günter Berg

Michael Neumayer fliegt aufs Podest

Die deutschen Skiadler können doch noch richtig gut fliegen. Der Berchtesgadener Michael Neumayer sorgte nach längerer Pause für ein schwarz-rot-goldenes Fahnenmeer in Garmisch-Partenkirchen. Was kaum einer der 25 000 Fans erwartet hatte, Neumayer landete als Dritter auf dem Siegerpodest. Nachdem er im ersten Durchgang mit 131,5 m für eine ordentliche Hausnummer gesorgt hatte, zog er im zweiten Sp...

Seite 12
ndPlusKlaus Teßmann

Haus der Generationen für Hellersdorf

Für den Bau eines Hauses der Generationen in Hellersdorf gab im Dezember Jugendstadträtin Manuela Schmidt (LINKE) den Auftakt. Zunächst wird ein Name für den Treffpunkt gesucht, bevor im Frühjahr der Grundstein im ältesten Hellersdorfer Wohngebiet, Kaulsdorf-Nord, gelegt wird.Mit Fördergeldern aus dem Stadtumbau wird ein neues Stadtteilzentrum gebaut. Es soll im Kummerower Ring für 1,6 Millionen E...

Hans-Jürgen Neßnau

Als in der Wuhlheide Arbeit Strafe war

Mit Dreharbeiten zu einem Film über das so genannte Arbeitserziehungslager Wuhlheide im Nationalsozialismus untersuchten Lichtenberger Jugendliche Mechanismen der systematischen Ausbeutung von Zwangsarbeitern.Das Projekt gehört in den Rahmen des Bundesprogramms »Vielfalt tut gut – Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie«. Dafür stehen in Lichtenberg 100 000 Euro zur Verfügung. Für elf P...

Seite 13
Tom Mustroph

Krause Zwieback hat sein spezielles Rezept

Jede Zeit gebiert den ihr würdigen Diagnostiker. Die Gegenwart hat offensichtlich Wolfgang Krause Zwieback verdient. Der sächsische Wort- und Gedankenakrobat eröffnet gerade im Engelbrot & Spiele (ehemals Hansa-Theater) seine »Praxis am Ende des Brückenbogens«. Natürlich fungiert der multitalentierte Performer als Arzt. Sein Patient, Daniel Grashopper, ist ein blond perücktes, weitgehend liege...

ndPlusManuela Lintl

Vom Funken zum Pixel

Für die diesjährige Ausstellung der Berliner Festspiele hat Kurator Richard Castelli eine Schau der Superlative angestrebt. Fast alle der insgesamt 25 gezeigten Installationen und Projektionen internationaler Künstler sind Deutschlandpremieren, einige sogar Welturaufführungen. »Vom Funken zum Pixel« lautet der Titel der multimedialen Präsentation, die nicht nur neueste Kreationen auf dem Gebiet de...

Seite 14
Bernd Baumann

Das Aus für die Auslandsplattformen

Mit dem Jahreswechsel ist das endgültige Aus für Brandenburgs Auslandsplattformen besiegelt. Die umstrittenen Einrichtungen, die in mehreren Teilen der Erde um Investoren werben und Handelsbeziehungen anknüpfen sollten, haben sich als Millionen-Flopp erwiesen. Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) räumt das Scheitern dieses Versuchs ein, für den aber nicht er, sondern sein Amtsvorgänger Wolfg...

ndPlusAndreas Fritsche

Autofahren bis ins hohe Alter

Die im Land Brandenburg von Senioren verursachten Verkehrsunfälle nehmen zu. An 10 201 Unfällen von Januar bis Oktober 2007 waren Rentner beteiligt. Bei 7334 Unfällen waren sie die Hauptverursacher der Zusammenstöße. Im Vorjahreszeitraum waren die Senioren an 9137 Unfällen beteiligt und bei 5596 Unfällen die Hauptverursacher. Das sind Daten aus dem Potsdamer Innenministerium. Die Zahl der in erste...