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Stephan Fischer

Die Sache mit den Wellen

Mit den Wellen ist das so eine Sache. Je nachdem, wo man sich gerade in ihr befindet, sieht die Welt entweder ziemlich aufsteigend oder aber eben ziemlich abstürzend aus. Leider ist es aber so, dass es bei den Coronawellen ja genau umgekehrt reziprok vonstattengeht: Steigen die Zahlen, wird es schlimmer, sinken sie hingegen, steigt die Laune. Nach mehr als einem Jahr Wellenbad ist wohl vielen...

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Lisa Ecke

Mehr Arbeit, weniger Einkommen

In allen ökonomischen und sozialen Aspekten trifft die Corona-Pandemie Frauen weitaus härter als Männer. So sind ihre Einkommensverluste durch die Coronakrise höher als das Bruttonationaleinkommen von 98 Ländern zusammen. Mindestens 800 Milliarden Dollar weniger verdienen Frauen, umgerechnet rund 661,3 Milliarden Euro. 64 Millionen von ihnen haben den Arbeitsplatz verloren, das sind fünf Prozent a...

Sebastian Bähr

»Eigentlich wäre es total clever, jetzt zu streiken«

Fehlende Abstände, zunehmende Aggression, unfaire Einkommen: Farina Kerekes arbeitet seit zwölf Jahren als Verkäuferin. Sie wohnt im Ruhrpott und kämpft dort für die Rechte der Beschäftigten im Handel.

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Yannic Walther

Parks auf, Betriebe zu

Morgens in die S-Bahn und dann ins Großraumbüro: Besonders im Innenbereich ist das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus hoch. Dass dieses mit der geltenden nächtlichen Ausgangsbeschränkung nicht minimiert wird, sorgt bei Linken für Protest.

Ralf Streck, San Sebastián

Gewehrkugeln per Post

»Demokratie gegen Faschismus« oder »Freiheit oder Kommunismus«? Bei den Regionalwahlen in Madrid wird eine Richtungsentscheidung für Spanien fallen und entschieden, ob rechtsextreme Franco-Anhänger Teil einer Regierung werden.

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Philipp Hedemann

Der Corona-Kollaps

Mehr als 300.000 Neuinfektionen und 2700 Todesfälle pro Tag, überlastete Krankenhäuser, nicht ausreichend Sauerstoff und Medikamente. Die zweite Corona-Welle hat Indien fest im Griff.

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Hannah Schröer

Erst belächelt, jetzt im Recht

Urteil mit großer Wirkung: Das deutsche Klimaschutzgesetz ist laut Bundesverfassungsgericht in Teilen nicht vereinbar mit dem Grundgesetz. Bis Ende 2022 muss der Gesetzgeber jetzt einen Fahrplan für die Emissionsreduzierung ab 2031 vorlegen.

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Nick Keppler, Pittsburgh

In der Kinderzimmer-Hölle

Während der Corona-Pandemie hat der Opioidmissbrauch in den USA stark zugenommen. Doch die Zahl der Drogentoten stieg in den Vereinigten Staaten auch schon in den Jahren zuvor.

Seite 8
Jana Frielinghaus

Zementierte Teilung

30 Jahre nach der Vereinigung verdienen ostdeutsche Beschäftigte noch immer fast ein Viertel weniger als ihre westdeutschen Kollegen - eine Spätfolge der hektischen Staatenfusion.

Peter Steiniger

USA sollen in die Werkstatt

Bidens Außenpolitik freut Transatlantiker, ihre Konturen sind im Entstehen. Sie deuten auf einen berechenbaren Egoismus. Doch vor allem die Sorgen vor der eigenen Tür dürften ihn stark fordern.

Lisa Ecke

Die Angst nimmt zu

Abwertung und Abgrenzung von Erwerbslosen sind wichtige Bestandteile der Leistungsgesellschaft. Es zeichnet sich ab, dass immer weniger junge Menschen an diese glauben.

Alexander Ludewig

Oberbulle

Viele Vereine hätte ein solch rascher Verlust eines Erfolgstrainers wie Julian Nagelsmann in Schockstarre versetzt. Nicht so die Red-Bull-Filiale in der Messestadt. Man hat bereits Ersatz gefunden.

Leo Fischer

Eine Klasse empört sich

Teile des Bürgertums begehren auf. In der Coronakrise überhaupt von Gesetzen betroffen zu sein, sich nicht rauskaufen können, behandelt zu werden wie Hartz-IVler, bei denen sie aber keinen Gedanken an Freiheiten und Grundrechte verschwenden - das ist schon der ganze Grund der Empörung.

Seite 9
Kathrin Gerlof

Die Masken sind gefallen

Auf die harte Tour hat uns Corona vieles gelehrt. Schlechtes wie Gutes. Zum Beispiel dass es für die geistige Hygiene ganz gut ist, wenn wir unsere Zeit nicht mit sinnlosem Shoppen verbringen.

Seite 10
Nicole Mayer-Ahuja und Richard Detje

Solidarität!

Das Virus wirft ein grelles Licht auf Missstände, Gegensätze werden weiter verschärft. Doch wie werden aus diesen Einsichten tatsächlich Veränderungen? Und wer sind eigentlich «Wir», die alle «solidarisch» sein sollen?

Seite 11
Eva Roth

Etwas Entspannung

Die Politik hat in der Pandemie Restriktionen für einige Hartz-IV-Empfänger gelockert. Die Sonderregeln sollten auch nach Corona gelten, meinen nicht nur Sozialinitiativen.

Ines Wallrodt

Schluss mit Bling

Auch wenn sich inzwischen so mancher ins Großraumbüro zurücksehnt: Die alten Präsenzzeiten werden nicht wiederkommen. Mehr Menschen werden künftig von zu Hause aus arbeiten. Deswegen sind neue Vorschriften nötig. Andernfalls wird das Arbeitszeitgesetz zum Papiertiger.

Seite 12
Antje Schrupp

Sorgearbeit ist nichts für den Feierabend

Die Pandemie hat gezeigt: Sorgearbeit ist als Zentrum, als eigentliche Aufgabe von Ökonomie zu verstehen. Alle anderen Aspekte haben sich daran messen zu lassen, ob sie dieses Kriterium erfüllen.

Seite 13
Stefan Otto

Soziale Kraft gegen die Ungleichheit

In der Pandemie wird erkannt, dass Schulen mehr als Bildungsanstalten sind. Sie werden jetzt auch als soziale Orte wahrgenommen, wo Schüler*innen pädagogisch begleitet werden und Austausch mit Gleichaltrigen haben.

Ulrike Henning

Nach Bedarf

Krankenhausplanung, Vergütungssysteme, Personalvorgaben: Für ein Gesundheitswesen, das uns besser durch Krankheit und Krisen bringt, muss man ran ans System.

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Uwe Kalbe

Gut geordneter Aufstand

Die Revolution braucht zeitgemäße Instrumente. Spanische Protestierer entwickelten eine Software, um den Widerstand gegen die Finanzkrise zu optimieren. Sie trat einen Siegeszug um die Welt an und erobert nun Deutschland.

Seite 15
Sebastian Bähr

Krisenzeit

Die Welt ist mit einer multiplen Krise konfrontiert. Viele Aktivist*innen erwarten zukünftig harte Auseinandersetzungen. Und überlegen, was sie tun können.

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Jakob Hayner

»Aufklärung ist Hoffnung«

Die Coronakrise hat Unsicherheit und Angst ausgelöst. Wir müssen auch lernen, das auszuhalten, sagt der Psychoanalytiker Joachim Küchenhoff im Gespräch. Aber die Therapeuten müssen auch die äußere Realität ernster nehmen.

Seite 17
jha

Hört die Signale!

An bierseligen Abenden, wenn die berauschten Hirne und Glieder einmal mehr von der Weltrevolution träumen, darf sie ebenso wenig fehlen wie auf den offiziellen Parteitagen der deutschen Sozialdemokratie (eher der Minderheits- als Mehrheitspartei): »Die Internationale«. Ob gegrölt oder geträllert, schon ab dem ersten Vers entfaltet sich die aufrührerische Wucht des Liedes. »Debout! les damnés de la...

Benjamin Moldenhauer

Der Spaß in der Verkrampfung

Diskursrock ist einer der hässlichsten Begriffe im Popjournalismus für ein Genre. Die Berliner Band Ja, Panik entwickelt daraus eine eigene Schönheit.

Seite 18
Jeja Klein

Zwielichtige Sprache

Die Sprache der Pandemie ist eigenartig. Sie verdeckt mehr, als dass sie aufklärt. Schuld daran haben nicht die Naturwissenschaftler. Sie offenbart eher eine hilflose Politik.

Sarah Pepin

Ins Nichts starren

Warten, und dann noch mehr Warten: Die 67. Kurzfilmtage Oberhausen feiern am 1. Mai ihren digitalen Auftakt mit den verschiedensten Entwürfen einer fragmentierten Wirklichkeit. Knapp 400 Filme konkurrieren dabei in acht Wettbewerben.

Seite 19
René Hamann

Horror Hotelbett

Auf die Breite kommt es an. Und auf die Beschaffenheit. Die Struktur. Oder wie schon Albert Camus, der französische Existenzialist, der »Die Pest« geschrieben hat, meinte: »Jeder sucht seine Wüste, und sobald er sie gefunden hat, findet er sie zu hart.« Wie bitte, das ergibt keinen Sinn? Man ersetze nur Wüste durch Matratze, schon hat man es. Ähnlich wie beim Bett durchläuft man auch in Sache...

Seite 20
Lutz Raphael

Abschied von der Maloche

Die Deindustrialisierung hat zwischen 1980 und 2000 die Gesellschaften Westeuropas stark verändert. Für die Betroffenen wurde nicht nur der Alltag umgewälzt, sie haben auch an medialer, kultureller und politischer Repräsentation verloren.

Seite 22
Spuren suchen
Henning Fischer

Spuren suchen

Weibliche Komunistinnen sind häufig nicht Teil der - ohnehin marginalisierten - kommunistischen Geschichtsschreibung. Dies gibt dem Erinnern an Martha Naujoks' Leben und Wirken politische Bedeutung für die Gegenwart.

Seite 23
Ingrid Wenzl

Regen statt Brunnen

​ Das Mekongdelta ist die Reiskammer Vietnams. Fruchtbarer Schwemmboden ermöglicht hohe Erträge. 18 Millionen Menschen leben dort. Doch diese ökonomisch wichtige Region ist bedroht. Die Gründe dafür sind komplex: »Die Bildung des Mekongdeltas basiert auf einem diffizilen Gleichgewicht zwischen Eintrag neuer Sedimente der Flüsse und der Erosion durch das Meer«, erklärt der Geowissenschaftler Nicola...

Ingrid Wenzl

Auf unsicherem Grund

Nicht nur Venedig sackt seit Jahrzehnten ab. Weltweit sind vor allem Metropolen an Flussmündungen betroffen, aber auch fruchtbare Agrarregionen. Hauptgrund: Übermäßiger Grundwasserverbrauch lässt den Boden absinken. Ein Projekt in Vietnams Mekongdelta soll gegensteuern.

Seite 24
Christof Meueler

Wozu braucht man Bierdeckel?

Dr. Steffen Schmidt ist der Universalgelehrte der Redaktion. Auf fast jede Frage weiß er eine Antwort – und wenn doch nicht, beantwortet er eine andere. Christof Meueler fragte ihn nach dem Sinn von Untersetzern.

Seite 25
Maximilian Breitensträter

Profiteur der NS-Barbarei

Der Siemens-Konzern gehört zu jenen Unternehmen in Berlin, die während des Zweiten Weltkriegs massiv vom brutalen Einsatz von Zwangsarbeiter*innen profitierten. Eine neue Online-Ausstellung macht deren Schicksal sichtbar.

Seite 26
Monotonie und Chaos
Protokolle: Ulrike Wagener

Monotonie und Chaos

Mal offen, mal geschlossen, mal Homeschooling, mal Präsenzunterricht. Eltern haben es in der Coronakrise nicht leicht, sich um ihren Nachwuchs zu kümmern. Vier von ihnen berichten, wie sie die Kinderbetreuung in der Pandemie organisieren.

Seite 28
Ullrich Kroemer, Leipzig

Hilfe kommt erst bei Insolvenz

Sie leiten Übungseinheiten oder ganze Vereine. Ehrenamtler werden gern gelobt. Ihr gehört nun sogar zum Unesco-Kuluterbe Deutschlands. Gefördert wird die Arbeit aber zu wenig. Dabei sind die Vereine besonders jetzt auf sie angewiesen.

Seite 29
Marc Vorsatz

Türme versetzen

Mit berührender Einfühlsamkeit skizziert Literaturnobelpreisträger Johannes V. Jensen seine Heimat Nordjütland und ihre »großgewachsenen, bedächtigen« Bewohner. Diese haben sogar einen ganzen Leuchtturm versetzt, da er ins Meer zu stürzen drohte.

Seite 31
Florian Schmid

Nicht zu sehen

Wie sichtbar sind eigentlich Schwarze Menschen, ihre Geschichte und die Mechanismen rassistischer Ausgrenzung in den Medien oder überhaupt in der Gesellschaft? Diese in gesellschaftspolitischen Debatten immer wieder aufgeworfene Frage stellt auch die italienische Fantasy-Science-Fiction-Serie »Zero«. Angesiedelt im schicken und mondänen Mailand, erzählt sie die Geschichte einer Gruppe Schwarzer Ju...

Seite 32
Julia Macher

»Der Markt ist Teil meiner Familie«

Maria-José Arteaga betreibt in Barcelonas berühmter Markthalle »La Boqueria« einen Geflügelstand. Die Pandemie hat sie hart gebeutelt. Trotzdem denkt sie nicht ans Aufgeben.

Seite 34
Daniel Lücking

Luca-App versus Corona-Warn-App

Sie stehen für Millionen-Investitionen, die nur durch die Corona-Pandemie überhaupt getätigt wurden. Zwei Apps sollen mit QR-Codes die Pandemie bekämpfen. Sinnvoll gelingt das nur einer

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Auflösung Osterrätsel

Auflösung Osterrätsel

Liebe Leserinnen und Leser, mit Spannung haben Sie sicherlich die Auflösung des großen Osterrätsels erwartet. Auch dieses Rätsel war, wie sie es von uns gewohnt sind, anspruchsvoll und nicht so leicht zu knacken. Das gesuchte Vergnügen war nicht, wie von manchen vermutet, der Osterschnaps, wenngleich ebenfalls ein Genuss, sondern der OSTERSCHMAUS. Eine besonders liebevolle Lösungseinsendung -...

Live und digital
Ulrike Kumpe

Live und digital

Bald ist es wieder so weit. Das Fest der Linken findet auch in diesem Jahr statt - nun schon zum zweiten Mal ausschließlich digital. Gesendet wird aus dem in Berlin ansässigen Club Festsaal Kreuzberg. Ein großer Vorteil für Sie, liebe Leser und Leserinnen, wo auch immer Sie wohnen, ob in Rostock, Dresden, Hamburg oder Stuttgart, Zürich oder Madrid: einfach einschalten und dabei sein!Am 29. Mai 202...

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Irmtraud Gutschke

Vom Leben in zwei Staaten

Wer 1946 geboren wurde, hat immer noch die meiste Zeit in der DDR verbracht. 1990 fing dann etwas Neues an. Besser oder schlechter - für Antworten reicht ein Satz nicht aus. Es war einfach »anders« dieses damalige Dasein: bescheidener, aber trotzdem schön, weil man jung war, voller unerfüllter Sehnsüchte, ohne heutige Weite und Offenheit, aber doch mit Zukunftshoffnung. Zumindest für die Nachkrieg...

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Neuer Raum, mehr Service
HEIDI DIEHL

Neuer Raum, mehr Service

HEIDI DIEHLKurz vor Ostern hatten die Mitarbeiter vom nd-Shop und von nd-Leserreisen alle Hände voll zu tun. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Es galt, auszusortieren und Kisten zu packen. Denn beide Abteilungen zogen aus ihren alten Räumen in der zweiten Etage des nd-Gebäudes in das Erdgeschoss um. Jahrelang räumlich getrennt, teilen sich Sabine Fielow und Jana Heyden vom nd-Shop sowie Frank ...

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Molly unterwegs

Molly unterwegs

Endlich! Eine kleine Verschnaufpause von Brandenburgs Wäldern. Nicht dass sie schlecht wären, aber auch ein Hund braucht mal Abwechslung. Ein Nachteil am Hundeleben: Man weiß nie, was kommt. Ich stieg also mal wieder ins Auto und erwartete eine kurze Fahrt, doch dann nahm diese kein Ende. Ich hätte es mir denken können, denn die fahrende Höhle war schon lange nicht mehr so vollgestopft. Keinen Dau...

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Lacher und Nachdenken

Von einer, die 1963 geboren wurde, einige Erlebnisse zum Defa-Jubiläum: Mit dieser Filmgesellschaft verbinden mich unvergessliche Fernseh- und Kinofilme. Ob es als Kind die Furcht vorm Holländermichel im »Kalten Herz« war oder die Angst um Rotkäppchen im gleichnamigen Märchen. Später waren es die legendären Indianerfilme, das Idol Gojko Mitić. Da fing die Zeit an, an der Kinokasse Karten zu best...

Ein weißes Tuch und große Geräte

Womit anfangen? Mit meinen Lebensjahren kann es nur ein Bruchteil des Erlebten sein. Das Repertoire der Defa-Filme ist so vielfältig, dass ich mich in der Nennung der Filme auf eine bestimmte Gruppe beschränke. Die Liebe zum Film begann in der Kinderzeit. Ich war neun Jahre, als die Defa gegründet wurde, wuchs mit drei kleineren Geschwistern in einem kleinen Dorf auf. Für Unterhaltung sorgten wir ...

Seite 43
Mehr Kunst als Werbung

Mehr Kunst als Werbung

Anlässlich des 75. Gründungsjubiläums der Defa werden im Foyer des FMP1 ab dem 8. Mai die Ausstellung »Freiheit und Zensur - Filmschaffen in der DDR zwischen Anpassung und Opposition« sowie mehr als 40 Defa-Filmplakate präsentiert. Anhand ausgewählter Defa-Filme aus der staatlichen DDR-Filmproduktion veranschaulicht die Ausstellung jüngere deutsche Geschichte (1946 bis 1990) und die Einflussnahme ...

Seite 44
Tiflis, Wilna, Siebenbürgen

Tiflis, Wilna, Siebenbürgen

Aka Mortschiladse (auch Morchiladze) muss man sich wie einen modernen Balzac vorstellen: ein Schwergewicht, ein Vielschreiber - ohne geschwätzig zu wirken -, dabei ein freundlicher und lebensfreudiger Mensch, den ich schon für das »nd« interviewen durfte. Gelesen habe ich nur die Hälfte der vielen auf Deutsch erschienenen Bücher; aber wenn Sie genau ein Buch für zwei Wochen auf die Insel Usedom od...

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»nd«-Mitarbeiter mit zweiter Schicht ehrenamtlich
Ulrike Kumpe

»nd«-Mitarbeiter mit zweiter Schicht ehrenamtlich

Ob es um Werbung für das »nd« geht oder um Online-Inhalte für den Verlag – in beiden Fällen ist Olaf Präger der richtige Ansprechpartner. Seit 20 Jahren arbeitet er dort. Angefangen hat es für ihn 1991. Im Rahmen einer Umschulung brauchte der heute 55-jährige einen Praktikumsplatz. Das »Neue Deutschland« erschien kurz zuvor mit dem Satz »Die einzige Zeitung in Deutschland unter direkter Regie...

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Buchgewinne

Lösungseinsendungen bis zum Freitag, 7. Mai. Jede Lösung kann auch einzeln geschickt werden, denn für jede richtige gibt es eine Buchauslosung! (»kurz & knackig« gilt als eine Aufgabe) Per E-Mail an: ndCommune@nd-online.de oder per Post unter Kennwort »Denkspiele« an: Redaktion »nd«, Ressort nd.Commune, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin. Bitte den Absender nicht vergessen!...

kurz & knackig

Des TV-Programms längst überdrüssig, lesen Beate und Bernd Romane, die sie sich jeweils im Doppelpack ausleihen, um darüber auch direkt plaudern zu können. Bei »Doktor Faustus« von Thomas Mann war Beate nach einer Stunde schon auf Seite 60. Bernd las im gleichen Titel drei Stunden, er ist aber beim Lesen nur halb so schnell wie Beate. Bis zu welcher Seite ist er in dieser Zeit etwa gekommen? ...

Genies geben Rätsel auf

Allmonatlich übernimmt »nd.Commune« eine »Aufgabe der Woche« des Chemnitzer Schulmodells. Das folgende Logikrätsel gehört bei www.schulmodell.eu inzwischen bereits zur Wertungsaufgabe Nr. 673:Gerade hatte Marias Mutter zu Hause über Neuerungen an ihrem Arbeitsplatz in einem Warenhaus berichtet, die an ein Logikrätsel erinnern. Da sagt Tochter Maria: »Für so ein Logical hätte ich aus der Schule auc...

MIKE MLYNAR

Zu den sechs Eichen

MIKE MLYNAREs lenzt immer mehr. Mit Jauchzen und Jubilieren ist es zwar in Seuchenzeiten nicht so weit her, doch einige solistische wie familiäre Freiräume bleiben. Beispielsweise die Natur. Der Autor weiß, wovon er spricht. Er war schon in seinen gehaltsabhängigen Jahren laufender- und wandernderweise viel in Wald und Flur unterwegs, und er ist es als Rentner und Freiberufler erst recht.Doch dies...