Islamisten in Essen: Faschisten entgegentreten

Sebastian Weiermann über den Umgang mit islamistischen Aufmärschen

  • Sebastian Weiermann
  • Lesedauer: 1 Min.

Die Bilder vom islamistischen Aufmarsch in Essen waren erschreckend. Erschreckend vor allem für Kurd*innen, Ezid*Innen und alle anderen, die schon einmal unter der Herrschaft islamistischer Banden gelebt haben und dachten, in Deutschland Sicherheit gefunden zu haben. Erschreckend auch für die, gegen die sich der Hass der Islamist*innen jetzt richtet: Jüd*innen in Deutschland.

Der Wunsch nach einem Kalifat, für das in Essen offen demonstriert wurde, richtet sich auch gegen die Demokratie. Dass viele Politiker*innen nun schärfere Regeln für Versammlungen und Verbote fordern, ist der falsche Weg. Es gehört zur Demokratie, dass friedlich auch für widerwärtige Positionen demonstriert werden darf. Das hat das Bundesverfassungsgericht, etwa in Bezug auf Neonaziaufmärsche, oft genug entschieden. Eine angemessene Antwort auf Aufmärsche, egal ob von deutschen oder islamistischen Faschist*innen, wäre es, aktiv für Grund- und Freiheitsrechte, für Laizismus und eine offene Gesellschaft einzutreten. Auch auf der Straße, nicht nur in Sonntagsreden und Social-Media-Posts.

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