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  • Internationaler Frauentag

Gesichter des Widerstands

Feministische Kämpfe unter autoritären Regimes

  • Negin Behkam, Daniel Säwert, Cyrus Salimi-Asl, Judith Raupp, Svenja Huck
  • Lesedauer: 2 Min.
Internationaler Frauentag: Gesichter des Widerstands

Wie sehen feministische Kämpfe in Ländern aus, in denen Frauen wegen eines schief sitzenden Kopftuchs zusammengeschlagen werden, in denen man wegen lesbischen Händchenhaltens ins Gefängnis kommen kann, in denen Vergewaltigung legal ist?

Zum internationalen Frauentag haben wir mit fünf politisch aktiven Frauen gesprochen, die in autoritär regierten Staaten leben oder lebten: in Russland, Afghanistan, dem Iran, der Türkei und dem Kongo. Sie schildern, wie sie sich für Menschenrechte einsetzen und gegen Krieg und Unterdrückung.

Gegen Angst und Zwangshijab: Mahtab hofft auf einen Erfolg der Revolution im Iran – trotz der aktuellen Uneinigkeit in der Opposition. Während der Proteste brachen Polizisten ihren Arm mit einem Knüppelschlag. Aus Angst, verhaftet zu werden, floh sie aus dem Krankenhaus.

Mit Bildung zur Unabhängigkeit: Laila Haidari hat in Afghanistan ein Bildungszentrum mitgegründet, das im Verborgenen arbeitet. Dort werden bis zu 500 Frauen und Mädchen ausgebildet. Die Frauen lernen einen Beruf, der ihnen finanzielle Unabhängigkeit ermöglicht, sagt Laila.

Engagement gegen den Krieg: Der Krieg wird die russische Gesellschaft noch brutaler machen, fürchtet Wika. Sie hat Russland verlassen und hilft Menschen, aus dem Land auszureisen und denjenigen, die bleiben, sich gegen Repressionen zur Wehr zu setzen. Feminismus ist für sie mehr als Frauenrechte.

Dem Elend ein Ende setzen: Passy Mubalama wirbt für eine friedliche Konfliktlösung im Kongo. Mitten im Kriegsgebiet kämpft sie für Frauenrechte und Frieden. Trotz des Rohstoffreichtums ist die Mehrheit der 90 Millionen Menschen im Kongo arm.

Internationale Erdbebenhilfe: İpek Yüksek stammt aus der Region Samandağ, einer Stadt im Südosten der Türkei. Vor drei Jahren zog sie nach Graz in Österreich. Noch Tage nach dem Erdbeben wusste sie nicht, wo ihre Freundinnen waren. Also entschloss sie sich, selbst nach Samandağ zu fahren und Hilfe zu organisieren.

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